Zu dick aufgetragen hat ein Lohnsteuerhilfeverein, der groß auf Handzetteln „Beratung von A bis Z“ versprach und sich als idealen Partner für Arbeitnehmer, Arbeitssuchende, Pensionäre und Rentner pries. Das Oberlandesgericht Zweibrücken wertete die Werbung als irreführend und reine Selbstanpreisung. Es verbot die Zettel (Az. 4 U 185/01).

Trotzdem können Lohnsteuerhilfevereine eine gute Adresse sein. Sie kommen aber nur für Leute infrage, die ausschließlich folgende Einnahmen und Einkünfte haben:

  • Arbeitslöhne und Pensionen,
  • Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen wie Renten,
  • Unterhalt vom Exgatten,
  • Einnahmen aus anderen Einkunftsarten wie Kapitaleinnahmen, Spekulationsgewinne und Mieten von jährlich zusammengerechnet bis 9 000/18 000 Euro (Alleinstehende/Ehepaare).

Rat Suchende können sich in den Verei­nen zur Einkommensteuer, zum Kinder­geld, zur Eigenheimzulage, zur Wohnungsbauprämie, zu den Investitionszulagen für vermietete Immobilien und auch zu Riester- und Arbeitnehmerspar­zulagen beraten lassen. Der Beitrag beträgt je nach Einkommen von 40 Euro bis über 200 Euro im Jahr.

Hat jemand auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, aus Gewerbe-, Land- oder Forstwirtschaftsbetrieben oder hat er umsatzsteuerpflichtige Umsätze, dann muss er zum Steuerberater gehen.

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