Eltern können für Kita­kosten einen Frei­betrag bei der Lohn­steuer erhalten.

Arbeitnehme­rinnen und Arbeitnehmer müssen nicht bis zur Steuererklärung warten, um Kosten wie für Home­office oder Kinder­betreuung abzu­rechnen. Beantragen sie dafür jetzt einen Frei­betrag, sinkt die Lohn­steuer und ihr monatliches Netto­gehalt steigt.

Frei­betrag ohne Hürde

Frei­beträge ohne Mindest­kosten­grenze gibt es zum Beispiel für Hilfen im Haushalt: bis 2 040 Euro für Minijobber, bis 16 000 Euro für Lohn- und Fahrt­kosten anderer Hilfen im Haushalt und bis 4 800 Euro für Lohn- und Fahrt­kosten von Hand­werkern. Den Frei­betrag für Allein­erziehende von 2 100 Euro gibt es zusätzlich zu 1 908 Euro Entlastungs­betrag. Den Pausch­betrag für Behinderte gibt es erst­mals ab einem Grad der Behin­derung von 20, er beginnt bei 384 Euro (Steueränderungen 2021).

Frei­betrag mit Hürde

Andere Frei­beträge greifen erst, wenn 2021 insgesamt mindestens 600 Euro etwa für folgende Posten zusammen­kommen:

  • Jobkosten wie anteilige Miete fürs Heimbüro oder weite Wege zur Arbeit nach Abzug von 1 000 Euro Werbungs­kostenpauschale (Steueränderungen 2021),
  • Unterhalt für den Ex-Partner plus über­nommene Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge bis 13 805 Euro,
  • Kinder­betreuungs­kosten,
  • Unterhalt für einen Angehörigen plus Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung bis zu 9 744 Euro,
  • Ausbildungs­frei­betrag in Höhe von 924 Euro für voll­jährige Kinder in Ausbildung, die auswärts wohnen.

Antrag stellen

Wer denselben Frei­betrag wie 2020 beantragt, füllt nur im „Antrag auf Lohn­steuerermäßigung 2021“ die Zeilen 18 bis 20 aus (formulare-bfinv.de). Sonst sind noch Anlagen nötig – etwa Anlage Kind für Frei­beträge für Allein­erziehende und Kinder­betreuungs­kosten. Wurde der Behindertenpausch­betrag schon mal beantragt, ist kein Antrag nötig.

Tipp: Wie sich ein Frei­betrag auf Ihr Monats­netto aktuell auswirkt, können Sie mit unserem Brutto-Netto-Rechner berechnen.