Wegen eines Fehlers in der Elstam-Daten­bank der Finanz­verwaltung zahlten mehrere tausend Arbeitnehmer bundes­weit im Juli zu viel Lohn­steuer. Sie erhielten zu wenig oder keinen Lohn. Arbeit­gebern wurde die falsche Steuerklasse elektronisch über­mittelt, erläutert die Ober­finanzdirektion Karls­ruhe die Panne. Verheiratete wurden falsch in Steuerklasse I für Ledige einge­stuft – anstelle in die güns­tigere Klasse III.

Die Computer­programme der Arbeit­geber ermittelten darauf­hin die Lohn­steuer für Januar bis Juli neu. Folge: weniger Lohn im Juli. Änderungen der Lohn­steuer-Abzugs­merkmale Elstam gehen jeden Monat auto­matisch an die Arbeit­geber.

Tipp: Prüfen Sie unbe­dingt Ihre Gehalts­bescheinigung – insbesondere auch nach einem Jobwechsel. Die Behörde kann die Daten­fehler selbst nicht erkennen. Sie können vom Finanz­amt auf Antrag eine Papier­bescheinigung mit Ihrer richtigen Steuerklasse erhalten. Diese geben Sie Ihrem Chef, der dann auf der neuen Grund­lage die zu viel einbehaltene Lohn­steuer korrigiert und erstattet.

In jedem Fall müssen Sie Änderungen der Steuerklasse, des Kirchen­steuer­abzugs oder zu den Kinder­frei­beträgen beim Finanz­amt beantragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.