Endlich will der Bund die Freigrenzen für Lohn- und Gehaltspfändungen anheben: von jetzt 1.209 Mark auf künftig 1.800 Mark monatlich. Die bisherigen Werte wurden seit 1992 nicht mehr den steigenden Preisen angepasst, sodass viele Betroffene den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien nicht mehr aufbringen können, ohne sozialhilfebedürftig zu werden.

Tipp: Solange die geplante Gesetzesänderung noch nicht wirksam ist, können Gepfändete beim Amtsgericht einen Antrag auf Erhöhung der Pfändungsgrenze stellen. "Dagegen bringt es nichts, sich an den Arbeitgeber zu wenden, denn der muss so viel vom Lohn abziehen, wie die Tabellenwerte vorsehen", erklärt Eva Raabe-Steinborn von der Verbraucherzentrale (VZ) Hessen.

Die notwendigen Unterlagen für einen solchen Antrag finden Sie unter: www.verbraucher.de

Die Unterlagen werden auch kostenlos verschickt:

Verbraucherzentrale (VZ) Hessen
Große Friedberger Straße 13­17
60313 Frankfurt/Main
(mit 3 Mark frankierten Din-A5-Umschlag beilegen)

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