Lohn­ersatz­leistungen Meldung

Kranken-, Eltern- und Arbeits­losengeld werden häufig falsch abge­rechnet, vor allem bei jahres­über­greifenden Zahlungen. Finanztest erklärt, worauf Steuerzahler achten müssen, damit ihnen kein vermeid­barer Nachteil entsteht.

Finanz­beamte über­nehmen falsche Werte

Lohn­steuer­hilfe­ver­eine haben fest­gestellt, dass in Steuer­bescheiden Lohn­ersatz­leistungen wie Krankengeld, Eltern- und Arbeits­losengeld immer wieder falsch abge­rechnet sind. Kranken­versicherer, Arbeits­agenturen und Eltern­geld­stellen melden den Finanz­ämtern solche Zahlungen elektronisch. Geht die Bescheinigung über mehrere Jahre, über­nehmen die Finanz­beamten falsche Werte.

So kommt es zum Fehler

Das Mitglied einer Betriebs­krankenkasse bekam zum Beispiel im Februar 2013 von seiner Betriebs­krankenkasse folgende Zahlungen aus zwei Jahren bescheinigt:

Lohn­ersatz­leistungen Meldung

Ob dem Finanz­amt dieselben Werte von den jeweils auszahlenden Stellen gemeldet wurden, weiß der Mann nicht. Er sollte im Steuer­bescheid für 2012 unbe­dingt darauf achten, dass nur das im Jahr 2012 tatsäch­lich erhaltene Krankengeld berück­sichtigt ist und nicht mehr. Sonst verlangt das Finanz­amt zu viel Steuern. Als Lohn­ersatz­leistung zählt dabei der Brutto­betrag, von dem die Krankenkasse noch die Versicherungs­beiträge abzieht.

Tipp: Prüfen Sie Ihren Steuer­bescheid sorgfältig. Besorgen Sie sich für die Kontrolle Ihres Steuer­bescheids Bescheinigungen über das an Sie gezahlte Geld von den Leistungs­trägern, wenn Sie keine erhalten haben. Hat das Finanz­amt Kranken-, Eltern- oder Arbeits­losengeld zu hoch angesetzt, sollten Sie gegen den Steuer­bescheid Einspruch einlegen. Sie haben dafür einen Monat Zeit. Mehr zum Thema „Steuer­bescheid prüfen“ lesen Sie im nächsten Heft, Finanztest 08/2013.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.