Das supergünstige Sonderangebot schon morgens vergriffen? Fast täglich melden sich geneppte Kunden in den Verbraucherzentralen. Einige hatten schon vor der Ladenöffnung in der Schlange gestanden – um dann festzustellen, dass es das groß beworbene Schnäppchen gar nicht erst gab. Dabei ist das Gesetz eindeutig: Wer mit Sonderangeboten wirbt, muss sie zwei Tage vorrätig halten. Das Problem ist nur, dass Kunden daraus keine Ansprüche ableiten können, denn es handelt sich um Wettbe­werbsrecht. Kein Kunde kann verlangen, dass ihm das Schnäppchen zum versprochenen Preis verkauft wird. Sich bei der Verbraucherzentrale zu beschweren, ist alles, was er tun kann. Diese kann juristisch gegen den Händler vorgehen.

Deshalb hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nun unter www.lockvogel.vz-nrw.de ein Beschwerdeforum eingerichtet. „Firmen, deren Werbepraxis ein strategisches Vorgehen vermuten lässt, werden wir abmahnen“, verspricht Vorstand Klaus Müller. Die VZ setzt darauf, dass kein Händler sich in dem Forum als unseriöser Lockvogelwerber wiederfinden möchte.

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