Lippen­pflege Kritische Stoffe in Stiften

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Kosmetika für die Lippen enthalten oft kritische Bestand­teile aus Mineralöl. Das zeigt eine Unter­suchung der Kantonalen Labore Basel und Zürich. Die Schweizer prüften 175 Lippen­stifte, -glosse und -balsame auf gesättigte Kohlen­wasser­stoffe aus Mineralöl und Kunststoffen, kurz MOSH und POSH genannt. Rund zwei Drittel der Produkte enthielten die Substanzen zu 5 oder mehr Prozent, knapp ein Drittel sogar zu mehr als 32 Prozent. Über den Mund gelangen die Stoffe direkt in den Körper. Ein Teil kann sich im menschlichen Gewebe einlagern. Die gesundheitlichen Risiken sind nicht geklärt. Die Studien­autoren plädieren daher dafür, die Gehalte in Lippenkosmetika unter 5 Prozent zu senken. Dass viele Lippen­pfle­gepro­dukte sogar mit potenziell krebs­er­regenden aromatischen Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffen belastet sind, so genannten MOAH, zeigte 2015 unser Test von Kosmetik mit Mineralölbestandteilen.

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SusanneFeder am 12.04.2016 um 13:17 Uhr
Infektionen durch Labello

Ich arbeite viel im Freien und nutzte Sonnenschutz von Labello. Mindestens 4-6x im Jahr plagte mich an sehr sonnigen Tagen dann eine massive "Herpes-Infektion", die meist 14 Tage anhielt. Seit der Veröffentlichung eures Artikels über Mineralöle im letzten Jahr, habe ich alle Kosmetika gegen Bioware ausgetauscht. Meiner Gesichtshaut geht es besser, meine Hände sind nicht mehr rissig im Winter und trotz starker Sonneneinstrahlung im Winterurlaub habe ich keine "Herpes-Infektion" mehr gehabt. Wir müssen uns schützen und unsere Kinder(haut) vor den Nebenwirkungen solcher Produkte. Öfter mal ja sagen zu Bioprodukten und den Cent woanders "umdrehen".