Lindt gegen Riegelein Meldung

Wer hat ihn erfunden? Wer darf den in Gold­papier gehüllten Schoko­laden-Osterhasen vertreiben? Ein deutsches und ein österrei­chisches Gericht hatten dazu unterschiedliche Ansichten. Geklagt hatte in beiden Fällen der Schweizer Schoko­laden­hersteller Lindt & Sprüngli. Der hatte im Jahr 2000 seinen „Gold­hasen“ mitsamt dem roten Hals­band und Glöck­chen als Marke eintragen lassen und wollte der Konkurrenz fortan ähnliche Hasen verbieten. Die fränkische Firma Riegelein wehrte sich: Sitzende Schokohasen in Gold­folie seien seit den 1950er Jahren eine altbewährte Form. Nach fast zehn Jahren ging der Streit Ende 2011 zugunsten der Firma Riegelein aus. Das deutsche Gericht sah keine Verwechs­lungs­gefahr des Lindt-Hasen zu dem mit der aufgedruckten braunen Schleife. Österrei­chische Richter urteilten anders. Dort darf der Konditor Hauswirth seinen Hasen seit 2012 nicht mehr verkaufen – wegen Verwechs­lungs­gefahr.

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