Rund 8 000 Anlegern droht der Verlust ihrer Anlage in Lebensversicherungsfonds des Fondsinitiators Berlin Atlantic Capital (BAC). Betroffen sind die Life-Trust-Fonds 2, 6, 7, 8, 10, 11, 12 und 14. In den Fonds stecken umgerechnet etwa 130 Millionen Euro. Die Versicherungen wurden teils auf Kredit gekauft und als Sicherheit dafür eingesetzt. Nun verwertet die US-Bank Wells Fargo die Verträge, um Schulden einzutreiben.

Bisherige Ausschüttungen können Anleger nach Angaben von BAC behalten.

Derzeit prüfen Anwälte Schadenersatzansprüche der Anleger. „Die Berater, die zum Kauf der Fondsanteile geraten haben, müssen unter Umständen Ersatz leisten, wenn sie nicht auf das Risiko eines Totalverlustes hingewiesen haben“, sagt Rechtsanwalt Christoph Eggert aus Berlin. „Die Übergabe des Prospekts mit dem Risikohinweis reicht nicht.“

[UPDATE 16.03.2011 Fondsinitiator BAC sieht doch noch Hoffnung]

Inzwischen soll es doch wieder Hoffnung für die Life-Trust-Fonds geben. Das berichtet BAC, der Initiator der Life-Trust-Fonds, in einer Pressemitteilung vom 7. März. Zwischen der Bank Wells Fargo und dem Management des Fondsvermögens (Life Trust Asset Pool - LTAP) deute sich eine Einigung an. Ziel sei es, die Kreditlinie von Wells Fargo zu verlängern. Wells Fargo hat nach Angaben von BAC bislang davon abgesehen, die Lebensversicherungen zu verwerten. Die Bank mochte sich auf Anfrage von Finanztest nicht zum aktuellen Stand der Dinge äußern.

Dieser Artikel ist hilfreich. 391 Nutzer finden das hilfreich.