Winterde­pression: Symptome : Schlafen, leiden, Trübsal blasen

Licht­therapie Special

Wen es betrifft: Von einer saisonal abhängigen Depression oder Winterde­pression spricht man, wenn Menschen in mindestens zwei aufeinander­folgenden Jahren in den Herbst- und Wintermonaten unter einer depressiven Stimmungs­ver­änderung leiden. Hinzu kommen weitere Symptome, die für andere Formen der Depression eher untypisch sind: verstärkter Appetit, Heiß­hunger auf kohlenhydrathaltige Nahrungs­mittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Süßig­keiten, Gewichts­zunahme und erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn die Tage länger und heller werden, klingen die Symptome wieder ab.

Was hilft: Nicht jeder Betroffene sucht oder braucht eine ärzt­liche Behand­lung. Manche retten sich mit der Aussicht aufs Früh­jahr, Selbst­hilfetricks (siehe „Licht im Alttag“ und Tabelle „Johanniskraut“) oder hellen Lampen („Weißes Licht“, „Blaues Licht“) über den Winter. Doch einige kommen ohne medizi­nische Hilfe nur schwer durch die dunkle Jahres­zeit. Wer anhaltend depressiv ist, seine Arbeit nicht mehr bewältigt oder seine Frei­zeit nicht mehr genießen kann, sollte sich medizi­nisch oder psycho­logisch beraten lassen (zur Therapeuten­suche siehe „Psychotherapie - Für Seelen in Not“ aus test 11/2011)

Was noch: Ein Arzt kann auch Medikamente verordnen, zum Beispiel selektive Serotonin­wieder­aufnahme­hemmer oder Trizyklika. Johannis­kraut zur Behand­lung leichter Depressionen gibt es auch rezept­frei in der Apotheke (Tabelle „Johanniskraut“).

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