Licht­therapie

Winterde­pression: Symptome : Schlafen, leiden, Trübsal blasen

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Wen es betrifft: Von einer saisonal abhängigen Depression oder Winterde­pression spricht man, wenn Menschen in mindestens zwei aufeinander­folgenden Jahren in den Herbst- und Wintermonaten unter einer depressiven Stimmungs­ver­änderung leiden. Hinzu kommen weitere Symptome, die für andere Formen der Depression eher untypisch sind: verstärkter Appetit, Heiß­hunger auf kohlenhydrathaltige Nahrungs­mittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Süßig­keiten, Gewichts­zunahme und erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn die Tage länger und heller werden, klingen die Symptome wieder ab.

Was hilft: Nicht jeder Betroffene sucht oder braucht eine ärzt­liche Behand­lung. Manche retten sich mit der Aussicht aufs Früh­jahr, Selbst­hilfetricks (siehe „Licht im Alttag“ und Tabelle „Johanniskraut“) oder hellen Lampen („Weißes Licht“, „Blaues Licht“) über den Winter. Doch einige kommen ohne medizi­nische Hilfe nur schwer durch die dunkle Jahres­zeit. Wer anhaltend depressiv ist, seine Arbeit nicht mehr bewältigt oder seine Frei­zeit nicht mehr genießen kann, sollte sich medizi­nisch oder psycho­logisch beraten lassen (zur Therapeuten­suche siehe „Psychotherapie - Für Seelen in Not“ aus test 11/2011)

Was noch: Ein Arzt kann auch Medikamente verordnen, zum Beispiel selektive Serotonin­wieder­aufnahme­hemmer oder Trizyklika. Johannis­kraut zur Behand­lung leichter Depressionen gibt es auch rezept­frei in der Apotheke (Tabelle „Johanniskraut“).

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Profilbild Stiftung_Warentest am 11.10.2019 um 14:43 Uhr
neuer Test

@CarlMüller: Ihren Testvorschlag haben wir an unser für die Testplanung zuständiges Gremium, das Untersuchungswünsche unserer Leser registriert, weitergeleitet.
Ob und wann eine entsprechende Veröffentlichung durchgeführt wird, lässt sich momentan allerdings noch nicht übersehen, da die Testauswahl und Terminplanung bis einschließlich Sommer 2020 abgeschlossen ist. (SL)

CarlMüller am 11.10.2019 um 10:36 Uhr
Bitte neuen Test machen

Bitte neuen Test machen

annaberlino am 19.11.2018 um 15:58 Uhr
blaues Licht - Selbstversuch

Das Philos Blaulicht-Geraet habe ich ausprobiert, mehrere Monate lang, morgens. Fand das blaue Licht weniger angenehm/heilsam für mich als weisses Licht. Also bin ich wieder zu meiner Waldmann (?) Lichttherapie Lampe ( grosses Gerät, noch 250 Watt Leistungsaufnahme, Medizinprodukt) zurück gekehrt. EINEN NEUEN TEST halte ich für dringend erforderlich.

bestoernesto am 17.12.2017 um 23:15 Uhr
Antwort auf Stiftung_Warentest vom 23.02.2017

Gesundheit ist bei Stiftung Warentest augenscheinlich zweitrangig. Der jüngste und bisher einzigste Test ist nunmehr 14Jahre alt und es gibt gerade mal 4 Artikel zum Thema! Zum Vergleich: Dem "Geschirrspüler" wurde, in nur 3 Jahren mehr, 62 Artikel, darunter 11 Tests und 5 Schnelltests eingeräumt. Auch ein "Spaß-Produkt", wie der soeben zum 3.mal in 9 Jahren getestete Sekt, ein Produkt, das gesundheitlich auf Grund des Alkohol-Gehalts grundsätzlich fragwürdig ist, hat da offensichtlich höhere Prioritäten als ein gesundheitlich relevantes Lichttherapiegerät. Ist man in der SWT-Redaktion der Meinung, dass man seine Winter-Depressionen besser mit alkoholischen Getränken bekämpft?

DrSam am 28.04.2017 um 15:10 Uhr
Aktuelle Infos erforderlich

Der Nutzen von Lichttherapie bei Depression ist mittlerweile wissenschaftlich gut belegt (nicht nur bei Winterdepression, sodern auch bei normaler Depression, auch in Kombination mit Medikation usw.).
Da die Lampen sich weiterentwickelt haben, mittlerweile mit LED-Technik, würde ich mich über einen aktuellen Test sehr freuen.
Bei z.B. Lattenrosten hatten Sie auch Hinweise zum Eigenbau gegeben, das fände ich ebenfalls für den einen oder anderen hilfreich.

Das Thema Lichtlampe mal beiseite: Ich freue mich immer wieder über Ihre gute Arbeit. Weiter so!