Lichtblick auf dem Gasmarkt Meldung

Bisher war Lichtblick als Ökostrom-Anbieter bekannt. Nun setzt das Unternehmen auch bei Gas auf Öko. Mindestens fünf Prozent sind Biogas. Nicht nur für Umweltaktivisten ein interessantes Angebot.

Flächendeckendes Angebot

6,25 Cent kostet bei Lichtblick eine Kilowattstunde Biogas. Hinzu kommt eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Euro. Das Angebot gilt in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Neu: Der Tarif ist in diesen Ländern flächendeckend verfügbar. Die meisten alternativen Gasanbieter lieferten bisher nur in Großstädte wie Berlin und Hamburg. Das Gas von Lichtblick gibt es aber auch auf Sylt oder im Spreewald. Weitere Bundesländer sollen demnächst folgen.

Konkurrenzfähiger Preis

Der Preis kann es vielerorts mit dem des lokalen Versorgers aufnehmen. Beispiel Rostock: Ein durchschnittlicher Haushalt mit 12 000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt im Grundversorgungstarif der Stadtwerke Rostock 945,65 Euro. Bei Lichtblick kostet die gleiche Menge Gas 868,80 Euro - rund 77 Euro weniger. Tipp: Vergleichen Sie den Preis Ihres Gasversorgers mit dem Angebot von Lichtblick.

Fünf Prozent Biogas

Mindestens fünf Prozent des Gases sind Biogas. Es stammt aus einer neuen Biogasanlage in Brandenburg. Dort werden Gülle und geschredderte Maispflanzen vergoren, wobei Methan entsteht. Da bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid entweicht, wie die Pflanzen vorher gebunden haben, verbrennt Biogas klimaneutral. Der Brennwert von Biogas ist genauso hoch wie von herkömmlichem Gas. Langfristig strebt Lichtblick einen höheren Anteil Biogas an. Dafür baut das Unternehmen weitere Anlagen zur Erzeugung von Biogas. Tierschützer stehen dem jedoch teilweise kritisch gegenüber. Grund: Die Gülle stamme unter anderem aus großen Schweinemastanlagen.

Wechsel ohne Risiko

Der Anbieterwechsel auf dem Gasmarkt erfolgt genauso leicht wie beim Wechsel des Stromanbieters: Einfach beim neuen Versorger im Internet oder telefonisch anmelden. Erforderliche Angaben sind Adresse, Bankverbindung, bisheriger Jahresverbrauch sowie die Zählernummer. Die Kündigung beim alten Anbieter übernimmt der neue. Rund acht Wochen später beginnt die Lieferung. Ein Risiko besteht nicht. Sollte der neue Anbieter eines Tages nicht mehr liefern können, muss der örtliche Netzbetreiber die Versorgung übernehmen.

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