Diese Techniken funk­tionieren am besten: Wie sich das Lesetempo steigern lässt

Rück­sprünge vermeiden. Schweifen die Gedanken ab, muss der Leser im Text zurück­springen und Passagen noch einmal lesen. Das kostet Zeit. Schnell­lese-Schüler trainieren das Vorwärts­lesen. Apps, Online­kurse, CDs, DVDs unterstützen es mit tech­nischen Mitteln. Das funk­tioniert auch, wenn der Leser seine Lektüre mithilfe des Maus­zeigers auf dem Bild­schirm, eines Stifts oder Fingers auf Papier verfolgt. Nach vorn zu sehen geht umso besser, je schneller man liest. Der Leser muss sich stark konzentrieren – es bleibt keine Zeit abzu­schweifen. Nicht alle Rück­sprunge sollten unterdrückt werden. Manche sind notwendig, um schwierige Texte zu verstehen.

Lesetrainings im Test Test

Sinn­gruppen erfassen. Beim Lesen springt der Blick über die Zeile. Das ist an kleinen ruck­artigen Bewegungen zu erkennen, wenn man einem Lesenden in die Augen sieht. Der Blick macht bei „Normallesern“ häufiger Halt, als notwendig wäre. Das Auge kann nämlich mühelos mehrere Wörter gleich­zeitig erfassen. Das spart beim Lesen viel Zeit. Zu üben, mehrere Wörter auf einmal wahr­zunehmen, sie als Sinn­gruppe zu sehen, ist vermutlich die wirk­samste Technik zur Lese­beschleunigung.

Nicht leise mitlesen. Wer lesen lernt, spricht zunächst die Buch­staben laut aus und zieht sie zu Wörtern zusammen. Das klappt mit Zeit und Übung immer besser, bis die Wörter nur noch leise im Geiste mitgesprochen werden. Auch sehr erfahrene Leser „sprechen“ Texte oft stumm mit. Dieses „Sich selbst vorlesen“ ist eine Lesebremse. Das Sprechtempo ist deutlich nied­riger, als das Auge Texte erfassen kann. Beim Training von Schnell­lese-Techniken verschwindet das Subvokalisieren als Neben­effekt meist auto­matisch. Einige Programme im Test bieten spezielle Übungen gegen inneres Mit­sprechen an. Fachleute aus der Lese­forschung halten sie für zweifelhaft.

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