In der Zutaten­liste eines gekühlten Kaffee-Milch-Mixes habe ich Zellulose entdeckt. Was macht der Rohstoff zur Papier­herstellung im Kaffee­drink?

Zellulose kommt in fast allen pflanzlichen Zellen vor und ist zum Beispiel ein natürlicher Bestand­teil von Mehl. Sie ist aber auch als Lebens­mittel­zusatz­stoff (E 460) zugelassen. Die Industrie setzt Zellulose vor allem als Verdickungs­mittel und Füll­stoff ein. Im Kaffee­drink kann sie wie in Soßen als Stabilisator enthalten sein. In kalorienreduzierten Lebens­mitteln kommt sie zum Einsatz, weil sie ein volles, sahniges Gefühl im Mund hervorruft, ohne Energie zu liefern. Der Mensch kann Zellulose nicht verdauen, sie regt als Ballast­stoff aber die Verdauung an. Gesundheitlich gilt sie als unbe­denk­lich. Zur Gewinnung des Zusatz­stoffes kann die Industrie ein Neben­produkt der Baumwoll­ver­arbeitung nutzen: Verholzte Pflanzen­teile werden erst gemahlen und dann sehr gründlich gesiebt.

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