Meine Frau will eine betriebliche Altersvorsorge abschließen. Aber stimmt es, dass sie dann später ­weniger Elterngeld bekommt, weil die Beiträge nicht bei der Einkommenshöhe mitzählen?

Ja, steuerfreie Beiträge für Direktversiche­rungen, Pensionskassen, Pensionsfonds und andere betriebliche Altersvorsorgen, die der Arbeitgeber per Gehaltsumwandlung an den Versicherer überweist, verringern das Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Das Monatsnetto ist aber für die Berechnung des Elterngelds maßgebend. Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld zählen nicht.

Beispiel: Eine Mutter mit 2 000 Euro Monatsbrutto zahlt 100 Euro monatlich in eine betriebliche Altersvorsorge ein. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung hat sie 1 297 Euro netto. Das ergibt 869 Euro Elterngeld (67 Prozent). Ohne die betriebliche Altersvorsorge wären es 903 Euro Elterngeld – also jährlich 408 Euro mehr.

Anders kann das sein, wenn der Arbeitgeber die Beiträge für die betriebliche ­Altersvorsorge pauschal versteuert hat. Das ist aber nur für Altverträge möglich, die vor 2005 abgeschlossen wurden. Dagegen haben bereits Eltern geklagt. Doch das Bundessozialgericht hat sie abblitzen lassen (Az. B 10 EG 9/08 R).

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