Leserfrage Meldung

Wer den Dienst­wagen weniger als 15 Tage im Monat für den Arbeitsweg nutzt, wählt die Einzel­abrechnung.

Mein Chef möchte mir einen Dienst­wagen stellen, den ich auch privat nutzen darf. Was kostet mich das und was muss ich beachten?

Wenn Sie Ihren Dienst­wagen auch privat nutzen, sparen Sie sich die Anschaffungs­kosten, müssen dafür aber Steuern und Abgaben zahlen. Zum Beispiel zahlt ein kinder­loser Single bei einem Gehalt von 5 000 Euro für ein 40 000 Euro teures Firmenfahr­zeug monatlich knapp 208 Euro. In der Praxis wird Ihr Arbeit­geber die 1-Prozent-Regel anwenden, weil das einfach abzu­rechnen ist.

Dabei wird monatlich 1 Prozent des Listen­preises versteuert. Zusätzlich versteuern Sie nach der 1-Prozent-Regel für Ihren Arbeitsweg noch monatlich 0,03 Prozent des Listen­preises.

Sie können statt­dessen alle Arbeits­wege einzeln abrechnen und zahlen dann 0,002 Prozent pro Tag. Dafür müssen Sie aber ein detailliertes Fahrten­buch mit Datums­angabe führen.

Die Einzel­abrechnung lohnt sich erst, wenn Sie das Auto weniger als 15 Tage im Monat für den Arbeitsweg nutzen. Sie können nach­träglich für die Steuererklärung zu der Methode wechseln. Für den Dienst­wagen bekommen Sie auch die Entfernungs­pauschale.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1 Nutzer findet das hilfreich.