Wer vegane Kosmetik kauft, erwartet in der Regel, dass sie keinerlei tierische Bestand­teile enthält: zum Beispiel kein Bienenwachs oder Lanolin, ein Emulgator, der aus Schafwolle gewonnen wird. Doch die Auslobung „vegan“ ist gesetzlich nicht definiert, sondern eine Werbeaussage. Anbieter können selbst entscheiden, was sie darunter verstehen. Teil­weise entwickeln sie eigene Vegan-Logos. Weit verbreitet ist das V-Logo mit Sonnenblume der britischen Vegan Society. Sie zertifiziert Produkte von Herstel­lern, die Tiere weder „ausbeuten“ noch „leiden lassen“. Das V-Label der EU tragen bislang kaum kosmetische Produkte; es sollen aber mehr werden. Die Tier­schutz­organisation Peta listet unter www.kosmetik.peta.de/deutschland Anbieter in Deutsch­land auf, die erklären, dass ihre Kosmetika keinerlei Inhalts­stoffe tierischen Ursprungs enthalten. Weder Naturkosmetik noch der gesetzlich vorgeschriebene Verzicht auf Tier­versuche bedeuten per se „vegan“.

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