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Wasabi heißt eine hellgrüne Wurzel, die in seicht fließendem Wasser gedeiht und aus Japan stammt. Ihr Anbau ist aufwendig. Japaner nutzen die teure Wurzel als Gewürz zu Sushi und anderen Gerichten – frisch gerieben oder zu Paste verarbeitet. Wasabi enthält reichlich Senföle. Die wirken keimtötend und verdauungsfördernd, lassen aber auch Nase und Rachen stark kribbeln. Die Schärfe erinnert an den unterirdisch wachsenden Meerettich, der wie Radieschen und Kohl zur Wasabi-Verwandtschaft aus der Familie der Kreuzblütler zählt. Zu uns kommt Wasabi fast nur als getrocknetes Pulver oder als Paste. Neuerdings etabliert sich Wasabi auch als Geschmacksrichtung bei Knabberartikeln wie Wasabi-Erbsen, -Nüsse und -Chips. Aber Obacht: Billige Wasabi-Würze ist meist nicht echt, sondern besteht aus einem Mix aus Meerrettich, Senf und Farbstoffen. Auch pures Wasabi-Aroma rechtfertigt nach einer Entscheidung des Landgerichts München nicht, dass ein Produkt das Wort Wasabi im Namen trägt.

Tipp: Vergewissern Sie sich im Zutatenverzeichnis, ob die Würze echt ist.

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