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Mai-Gouda ist ein Frühsommerbote, der ursprünglich aus Holland kam. Dort heißt er Graskaas, übersetzt Graskäse, weil er aus der ersten Weidemilch hergestellt wird. Die stammt von Kühen, die nach monatelanger Stallfütterung etwa ab Mai das frische, zarte Frühlingsgras fressen. Aus dem jungen Gras entsteht im Pansen der Kühe ein ungewöhnlich hohes Maß an ungesättigten Fettsäuren, die sich in der Milch anreichern. Diese konjugierten Linolsäuren sowie Omega-3-Fettsäuren sind gesund, vor allem für das Herz-Kreislauf-System. Außerdem schenken sie dem Mai-Gouda eine ausgeprägt cremige Konsistenz und ein pikantes Aroma. Sein kräftiges Gelb verdankt er den Karotinen. Diese natürlichen Farbstoffe – viele sind Vorstufen von Vitamin A und wirken anitoxidativ – stecken reichlich im Frühlingsgras.

Mai-Gouda muss nicht unbedingt aus Holland kommen, aber immer sechs Wochen reifen. Für seinen nächsten Verwandten, jungen Gouda, sind vier Wochen üblich. Mai-Gouda gibt es nur wenige Wochen, Hochsaison ist im Juni.

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