Der Ölpreis ist stark gefallen. Trotzdem verlangen Fluggesellschaften noch Kerosinzuschläge.

Viele Fluggesellschaften argumentieren mit langfristigen Kerosin-Lieferverträgen. Bis Mitte Juli 2008 stieg der Ölpreis auf rund 147 Dollar pro Barrel. Prognostiziert wurde damals ein Anstieg auf bis zu 200 Dollar. Viele Airlines sicherten dar­aufhin ihre Einkäufe auf der Basis von 120 bis 140 Dollar langfristig ab. Nun müssen sie die hohen Preise zahlen, obwohl das Barrel Rohöl zeitweise nur noch rund 40 Dollar kostete. Die Laufzeit der Verträge ist sehr unterschiedlich, meist zwei bis vier Jahre. Einige Fluggesellschaften haben die Zuschläge gesenkt. Sie wollen sich aber nicht festlegen, wann sie die gesunkenen Treibstoffkosten vollständig an die Verbraucher weitergeben. Lediglich die japanischen Fluggesellschaften JAL und ANA teilten mit, ab Juli keine Kerosinzuschläge mehr für Langstreckenflüge zu berechnen.

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