„Muss ich anhalten und ein vereistes Schild freikratzen, um es zu lesen?“, fragt ein Leser. Finanztest erklärt, was bei winterlichen Bedingungen gilt.

Schilder gelten nur, wenn sie gut sicht­bar sind. Wer ein verschneites Tempo-70-Schild über­sieht und geblitzt wird, braucht nicht zu zahlen. Im Streitfall sind aber Beweise wie Fotos oder Zeugen nötig. Außerdem muss jeder immer mit angepasstem Tempo fahren. Für Orts­kundige gilt: Es wird erwartet, dass sie Tempolimits kennen, etwa wenn sie jeden Tag durch eine Tempo-30-Zone zur Arbeit fahren. Und Vorsicht: Das acht­eckige Stopp­schild und das drei­eckige „Vorfahrt achten“ sind an ihrer Form klar erkenn­bar.  Lesbar sein muss das Kfz-Kenn­zeichen. Zur Not muss der Fahrer anhalten und es freikratzen.

Vorsicht auch im Halte­verbot: Wer parkt, hat Zeit, Schilder frei­zukratzen. Ist wegen Schnee ein Park­zettel im Auto nicht zu sehen, gibt es kein Knöll­chen.

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