Stimmt es, dass der bessere äußere Wärmeschutz von Gebäuden drinnen das Schimmelrisiko erhöht?

Das ist ein Mythos. In Wahr­heit ist das Gegen­teil richtig: Eine Umfrage von test.de zeigt, dass ein Befall mit Schimmelpilzen vor allem an der Innenseite kalter Außenwänden droht (www.test.de/schimmelpilze). Also dort, wo die Wärmedämmung schlecht oder nicht vorhanden ist. Wer das Haus besser dämmt, sorgt für wärmere Wände, an denen die in den Räumen vorhandene Luft­feuchtig­keit kaum kondensieren kann. Schimmel hat hier schlechte Chancen. Dass die Pilze oft auch sanierte Wohnungen befallen, liegt nicht an der Dämmung, sondern meist am gleich­zeitigen Einbau neuer Fenster. Da diese viel dichter als die alten schließen, ist gezieltes Lüften erforderlich. Wer es vernach­lässigt, riskiert zu hohe Luft­feuchtig­keit im Raum. Weitere Gründe für Schimmelbefall können Fehler beim Wärmeschutz sein. Das Infodokument „Feuchteschutz und richtige Dämmung“ (für 1,50 Euro) zeigt, wie sich Probleme vermeiden lassen.

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