Ein Finanztest-Leser fragt: „Ich habe ein Darlehen widerrufen. Die Bank zahlt mir bei der Rück­abwick­lung einen Nutzungs­ersatz für die Zinsen. Ist er steuer­pflichtig?“ Die Steuer­experten der Stiftung Warentest antworten.

Ja. Wenn die Bank ein Darlehen rück­abwickelt, erstattet sie Ihnen die Zinsen, die Sie gezahlt haben, und zusätzlich einen Nutzungs­ersatz. Damit entschädigt sie Sie dafür, dass Sie das Geld für die Zinsen nicht anderweitig anlegen konnten. Nutzungs­ersatz ist ein steuer­pflichtiger Kapital­ertrag. Manchmal führt die Bank die Steuer für Sie ans Finanz­amt ab und stellt eine Bescheinigung aus. In anderen Fällen zahlt die Bank ihn ohne Abzug aus und Sie versteuern ihn über die Steuererklärung.

Schwierig wird es bei einem Vergleich. Eventuell ist unklar, ob ein Teil der Erstattung über­haupt steuer­pflichtigen Nutzungs­ersatz darstellt. Teilen Sie vorsichts­halber in Ihrer Steuererklärung mit, welchen Betrag Sie dafür ansetzen. Die Beamten prüfen, ob Ihre Angaben plausibel sind.

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