Was kann ich tun, wenn ein Reise­ver­anstalter über­höhte Anzah­lungen von 30 bis 50 Prozent verlangt?

Gerichte haben mehr­fach Anzah­lungen, die mehr als 20 Prozent des Reise­preises betragen, für unwirk­sam erklärt (aktuell: Ober­landes­gericht Dresden, Az. 8 U 1900/11). Dennoch verlangen viele Pauschalreise­ver­anstalter Vorschüsse in Höhe von 35 bis 50 Prozent. Der Kunde ist in einer schwachen Position. Wenn er die Bedingungen nicht akzeptiert, kann er die Reise meist nicht buchen. Er sollte sich aber nicht klaglos damit abfinden.

Tipp: Protestieren Sie und weisen Sie die Veranstalter auf die Recht­sprechung hin. Je mehr Verbraucher sich wehren, desto eher werden die Veranstalter diese kundenunfreundlichen Bedingungen abstellen. Die Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen hat jeweils fünf Veranstalter und Air­lines wegen hoher Anzah­lungen verklagt. Der Weg, bis sich etwas ändert, ist offen­bar lang.

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