Ich habe über ein Onlineportal Heizöl bestellt und dann storniert. Bei der nächsten Bestellung lehnte der Händler ab, mich zu beliefern. Darf er das?

Ja, der Ölhändler kann ein Kauf­gesuch ohne Angabe von Gründen ablehnen, wenn er den Kunden nicht diskriminiert, etwa wegen seiner Hautfarbe. Auch das Onlineportal muss nicht dafür sorgen, dass das Geschäft zustande kommt. Es vermittelt nur zwischen Anbieter und Käufer. Den eigentlichen Liefer­vertrag müssen Händler und Kunde unter­einander vereinbaren. Ist der Vertrag geschlossen, muss der Händler liefern. Verbraucher können laut einem kürzlich ergangenen Urteil des Bundes­gerichts­hofs telefo­nisch, online oder per Fax bestellte Öllieferungen 14 Tage lang widerrufen. Ölhändler befürchten, dass Kunden nun bei fallenden Preisen ihre Bestel­lungen reihen­weise stornieren, um später billiger zu kaufen, und sehen dadurch ihre Existenz bedroht.

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