Seit Jahren zahle ich die Miete per Überweisung. Nun will der Vermieter, dass ich eine Einzugsermächtigung erteile. Ich möchte aber nicht, dass er auf mein Konto zugreifen kann.

Nachträglich kann Ihr Vermieter keine Einzugsermächtigung verlangen. Das müsste schon von vornherein im Mietvertrag stehen, denn nur beim Neuabschluss darf jemand zum Lastschriftverfahren gezwungen werden (Bundesgerichtshof, Az. III ZR 54/02).

Da sind Sie also sicher, bloß: Zugriff auf Ihr Konto hat der Vermieter ohnehin. Jeder Händler und auch ein Vermieter, der Geld einziehen will, braucht dafür nur die Genehmigung seiner eigenen Bank. Alle anderen Banken ziehen dann auf seinen Antrag Geld von Konten ihrer Kunden ein. Ob auch eine Einzugsermächtigung vorliegt, kontrollieren sie erst, wenn ein Kontoinhaber widerspricht.

Tipp: Dennoch hätte die Lastschrift für Sie einen Vorteil. Da können Sie nämlich dem Einzug sechs Wochen widersprechen, ohne Gründe zu nennen. Die Bank muss das Geld dann zurückbuchen. Sie können so auch nachträglich die Miete kürzen, falls das mal nötig sein sollte. Dagegen ist eine Überweisung oft schon am nächsten Tag endgültig weg.

Achtung: Etwas anderes ist die Abbuchung. Da geben Sie nicht dem Vermieter den Auftrag, sondern Ihrer Bank. Solche Lastschriften können Sie nicht mehr rückgängig machen.

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