Rück- und Bremslichtlampen mit Leuchtdioden sollen länger halten als herkömmliche Glühlampen für Autos, sind mit 20 bis 25 Euro aber viel teurer. Was ist davon zu halten?

Nicht viel, denn diese LED-Lampen tragen meist kein Prüfzeichen. Damit ist die Bauartgenehmigung nicht nachgewiesen. Teile ohne solchen Nachweis dürfen laut Straßenverkehrszulassungsordnung in Kraftfahrzeugen nicht verbaut werden. Fällt so ein unerlaubtes Bauteil bei der Hauptuntersu­chung auf, wird der Prüfer die Umrüstung verlangen. Bei einer Polizeikontrolle setzt es zusätzlich ein Bußgeld. Richtig teuer kann es bei einem Auffahrunfall werden, wenn die Versicherung die nicht genehmigte Lampe als Unfallursache ausmacht und die Regulierung des Schadens verweigert. Das alles wiegt schwerer als der Preis, der sich außerdem noch verdoppelt. Denn LED-Lampen müssten am Auto stets paarweise ersetzt werden, weil sie sich von den Glühfadenlampen durch Helligkeit und Lichtfarbe unterscheiden.

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