Leserfrage Meldung

Gültig. Die Münze ist Zahlungs­mittel für Einkäufe bis 200 Euro.

test-Leser Chris G. aus Altenkirchen fragt: „Ich habe verschiedene 10-Euro-Sammelmünzen geschenkt bekommen. Müssen Geschäfte die Münzen als Zahlungs­mittel anerkennen? Wo kann ich die Münzen umtauschen?“ Unsere Experten erklären, welche Regeln gelten.

Gesetzliches Zahlungs­mittel

Die 10-Euro-Sammelmünzen gelten im Herkunfts­land als gesetzliches Zahlungs­mittel. Geschäfte in Deutsch­land müssen deutsche 10-Euro-Sammelmünzen also annehmen. Insgesamt dürfen die Sammelmünzen bei einer Zahlung den Wert von 200 Euro aber nicht über­schreiten. Allerdings darf das Geschäft die Annahme von Sammelmünzen im Voraus verweigern – zum Beispiel durch ein Schild. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass viele Verkäufer sie nicht annehmen wollen, weil sie weder die Münzen noch die Rechts­lage kennen.

Umtausch möglich

Ein Umtausch der Münzen ist immer in den Filialen der deutschen Bundes­bank möglich. Geschäfts­banken dagegen bieten diesen Service häufig nur ihren eigenen Kunden an oder verlangen Gebühren. In seltenen Fällen lohnt es sich, einen Münz­sammler aufzusuchen. Dort lässt sich für manche Prägung ein höherer Betrag als der Nenn­wert von 10 Euro erzielen.

Tipp: Sie haben Münz- oder Briefmarken­samm­lungen geerbt? In einem test.de-Special erklären wir, wie Sie herausfinden, was geerbte Sammlungen wert sind.

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