Wie kommt Roséwein eigentlich zu seiner charakteristischen Färbung?

Europäischer Rosé wird traditionell aus roten Trauben gekeltert. Ihr heller Saft bleibt vor dem Vergären kurz auf der roten Haut liegen, sodass ein Teil der Farbstoffe ausblutet und den Wein rosa färbt. Gerbstoffe lösen sich dabei kaum – anders als beim Rotwein, für den Saft und Haut länger zusammenbleiben. Preiswerter ist es, Rot- und Weißwein zu Rosé zu mischen. Doch das ist in Europa verboten – ausgenommen billiger Tafelwein aus Spanien. Dagegen sind in Südamerika und Südafrika Verschnitte gängig. Die EU wähnte Europas Winzer im Nachteil und wollte ihnen das Mixen erlauben. Doch sie lehnten ab, um den Rosé vor einem Fusel-Image zu bewahren.

Dieser Artikel ist hilfreich. 235 Nutzer finden das hilfreich.