Für viele Menschen gehören Katze oder Hund zur Familie. Doch dürfen Arbeitnehmer zu Hause bleiben, wenn ihr Haustier krank ist? Nur in ganz bestimmten Fällen, erklärt der Berliner Arbeits­rechtler Alexander Bredereck.

Arbeit­geber kann den Urlaub verweigern

Grund­sätzlich könne der Arbeitnehmer nicht einfach zu Hause bleiben, weil sein Hund oder seine Katze krank ist, weiß Bredereck. „Arbeitnehmer müssen eine Einigung mit ihrem Chef finden.“ Zum Beispiel: ein kurz­fristiger Urlaubs­tag oder Home­office. Wenn es die Auftrags­lage nicht zulässt, kann der Arbeit­geber den Urlaub verweigern.

Bei ernst­hafter Erkrankung gilt Tier­wohl als triftiger Grund

Wenn die Katze sehr krank ist und dringend zu einem Tier­arzt muss, „kann man mit dem Tier­wohl argumentieren“, erklärt Bredereck. Dass der Arbeitnehmer in diesem Fall nicht zur Arbeit komme, sei unver­schuldet und er müsse nicht mit einer Abmahnung oder Kündigung rechnen. Allerdings bekomme er kein Geld für diesen Arbeits­tag. Bredereck rät dringend: „Arbeitnehmer sollten sich unbe­dingt mit dem Arbeit­geber einigen, oder einen Bekannten bitten, sich um die Katze zu kümmern und sie zum Tier­arzt zu bringen.“

Tipp: Welche Regeln für die Krankmeldung von Zwei­beinern gelten, steht in unseren FAQ Krankmeldung beim Arbeitgeber.

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