Leserfrage Meldung

In letzter Zeit ist viel von RFID zu hören. Ist das nicht irgendwie gefährlich?

RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Das funktioniert über Chips, die eine winzig kleine Antenne tragen. In der Nähe von Abfragestationen werden die gespeicherten Informationen per Funk ausgelesen oder – bei speziellen RFID-Chips – neue Daten gespeichert. Gesundheitliche Risiken birgt so ein Chip nicht. Allerdings ist die Abfrage unbemerkt und aus mehreren Metern Distanz möglich, weshalb sie auch Spionagechips genannt werden (Spychips). Die ersten RFID-Kreditkarten in den USA konnten Unbefugte auslesen.

Die vielleicht bekannteste Anwendung ist der elektronische Reisepass. Doch RFID zieht auch im Alltag ein: In einigen Supermärkten sind Waren mit RFID-Chips versehen. Sie bleiben im Einkaufswagen und funken ihren Preis an die Kasse. Ist die Kreditkarte des Kunden RFID-fähig, kann er sein Portmonee in der Tasche lassen, bezahlt wird per Funk. RFID-Chips fungieren in der U-Bahn als Fahrkarte. Auf einer Patientenkarte teilen sie dem Arzt mit, welche Medikamente der Kranke einnimmt. Nutzen und Komfort der Technologie sind hoch, die Risiken ungeschützter Informationspreisgabe auch.

Tipp. Schutzhüllen, die RFID am Funken hindern, etwa für den neuen Reisepass, gibt es zum Beispiel unter pointprotect.de und shop.foebud.org.

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