Leserfrage Arbeits­unfähigkeit vorgetäuscht

Ein test-Leser fragt: „Kann mein Arbeit­geber das Arbeits­verhältnis kündigen, wenn er heraus­findet, dass ich krankfeiere?“ Die Rechts­experten der Stiftung Warentest antworten.

Ja. Gelingt dem Chef der Nach­weis, dass Sie die Arbeits­unfähigkeit nur vorgetäuscht haben, kann er eine Kündigung aussprechen – unter Umständen frist­los, ohne vorherige Abmahnung. „Blaumachen“ ist kein Kavaliers­delikt. Beschäftigte, die sich dadurch ungerecht­fertigt die Entgelt­fortzahlung verschaffen, begehen zumindest einen versuchten Betrug zulasten des Arbeit­gebers. Das stellt einen Grund für eine frist­lose Kündigung dar.

Tipp: Welche Regeln gelten, wenn Sie wirk­lich für längere Zeit krank sind, erklären wir in unserem Special Krankengeld: Anspruch, Dauer, Höhe, Berechnung.

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