Mit meiner neuen Spiegelreflexkamera kann ich auch Videos aufnehmen – aber nur bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden am Stück. Warum?

Das hat eher zollrechtliche und Marketinggründe als technische. Ab einer Aufnahmedauer von 30 Minuten gelten Kameras in der Warennomenklatur des Zolls nicht mehr als „digitale Fotoapparate“, sondern als „Videokameraaufzeichnungsgeräte“. Dieser Unterschied würde sich im Preis der Geräte niederschlagen. Auf die Videokameras wird bei der Einfuhr in die Europäische Union ein Zoll von 4,9 Prozent erhoben, auf die Fotoapparate nicht. Darum schränken die Anbieter die maximale Aufnahmezeit bei Geräten, die sie als Fotoapparat vermarkten wollen, in der Betriebssoftware ein. Bis auf die Zeitbegrenzung sind Digitalkameras als Camcorder-Ersatz nutzbar. Gut abgeschnitten im Test haben zum Beispiele die Systemkamera Sony NEX-5K (588 Euro) und die Kompaktkamera Canon Ixus 300 HS (283 Euro).

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