Leser­aufruf Meldung

Ob Leitungs­wasser­schaden, Diebstahl oder Brand: Eine gute Hausrat­versicherung springt im Fall der Fälle ein. Mobiliar, das nach einem Starkregen oder Hoch­wasser beschädigt oder zerstört wurde, ersetzt der Hausrat­versicherer jedoch nur, wenn Kunden zusätzlich eine Elementarschaden-Versicherung abge­schlossen haben. Wir suchen Leser, die eine solche Police haben und bereits einen Schadens­fall hatten. Schreiben Sie an hausratfall@stiftung-warentest.de.

Hausrat­versicherer springt nach Unwetter ein, aber nicht nach Starkregen

Die Hausrat­versicherung springt ein, wenn Hausrat wie Möbel, Teppiche, Haus­halts- und Sport­geräte oder Wert­sachen zerstört oder beschädigt werden oder verloren gehen. Zu den versicherten Gefahren gehören in der Regel Leitungs­wasser-, Einbruch- und Feuerschäden. Zudem sind meist Schäden nach einem Sturm ab Wind­stärke 8, Hagel oder Blitz­schlag einge­schlossen. Der Versicherer ersetzt den Neuwert der zerstörten Gegen­stände. Wenn eine Reparatur ausreicht, kommt die Versicherung für die Kosten auf und gleicht zusätzlich einen etwaigen Wert­verlust aus. Hat ein Unwetter im Haus gewütet, zum Beispiel weil ein Sturm das Dach abge­deckt hat, ersetzt die Hausrat­versicherung Schäden an der Einrichtung. Allerdings: Wenn der Kunde einfach nur vergessen hat, die Fenster zu schließen und ein Regenguss Teppiche und Möbel beschädigt hat, gibt es kein Geld. Wohl aber, wenn ein Blitz ins Haus einschlägt und elektrische Geräte lahmlegt. Bei Kurz­schluss- oder Über­spannungs­schäden durch Blitz­einschlag ist die Sache allerdings nicht so klar: Über­spannungs­schäden sind nicht in jedem Vertrag versichert, können aber einge­schlossen werden. Mehr dazu in unserem Test von Hausratversicherungen.

Gegen Über­schwemmung extra versichern

Dringt Wasser von außen in Kellerräume oder das Erdgeschoss ein, beispiels­weise nach einem Starkregen oder nach einer Über­schwemmung, reguliert der Hausrat­versicherer die Schäden in der Regel nicht. Für eine beschädigte Wasch­maschine, Trockner, Sport­ausrüstung oder Einrichtung kommen Geschädigte dann selbst auf. Bei Naturgefahren springt die Hausrat­versicherung nicht ein. Kunden können extra eine Elementarschaden-Zusatz­versicherung abschließen. Wer solch einen Elementarschaden­schutz hat, muss allerdings einige Regeln beachten. Manche Versicherer verlangen Sicherungs­vorkehrungen, um das Schadenrisiko im Katastrophenfall gering zu halten. So kann der Versicherungs­nehmer verpflichtet sein, Rück­stauklappen einzubauen oder Gegen­stände im Keller mindestens 12 Zenti­meter über dem Fußboden zu lagern. Bei einer Pflicht­verletzung muss der Versicherer unter Umständen nicht oder nur teil­weise zahlen. Ein ergänzender Elementarschaden­schutz kann im Einzel­fall sinn­voll sein, um Schäden durch urbane Sturz­fluten zumindest abzu­mildern.

Tipp: Elementarschaden­schutz können Haus­eigentümer auch ergänzend zu einer Wohngebäudeversicherung abschließen. Gibt es nach Starkregen oder Hoch­wasser Schäden am Gebäude und müssen beispiels­weise Keller trockengelegt werden, springt der Wohn­gebäude­versicherer ein, wenn Kunden den Extra-Schutz haben. Für beschädigtes Mobiliar ist der Wohn­gebäude­versicherer aber nicht zuständig. Welche Versicherung wofür zuständig ist, steht in unserer Meldung Welche Versicherung zahlt für Unwetterfolgen?

Ihre Erfahrungen interes­sieren uns

Haben Sie eine Hausrat­versicherung und hatten schon einmal einen Schadens­fall im Zusammen­hang mit Starkregen oder Hoch­wasser? Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Versicherer gemacht? Haben Sie eine Elementarschaden-Zusatz­versicherung? Wenn Sie schon einmal Leistungen vom Versicherer verlangt haben: Wie verlief die Regulierung? Finanztest ist sehr an Ihren Erfahrungen interes­siert. Schreiben Sie uns eine E-Mail an hausratfall@stiftung-warentest.de – oder einen Brief an die folgende Adresse:

Stiftung Warentest, Redak­tion Finanztest
„Hausratfall“
10733 Berlin

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