Kein Tag mehr ohne Phishing-Mails: Mit massenhaft verschickten E-Mails und gefälschten Webseiten machen Betrüger Jagd auf fremde Geheimzahlen und Transaktionsnummern fürs Onlinebanking. Offenbar mit Erfolg. Die Banken warnen immer eindringlicher vor Phishing-Mails. Die Postbank führt jetzt sogar ein neues Sicherheitssystem ein. Andererseits behaupten die Banken, ihr Onlinebanking sei sicher. Die Kunden hätten noch kein Geld verloren. Wie ernst ist das Problem durch Phishing? Die Stiftung Warentest sucht Bankkunden, die beim Onlinebanking betrogen wurden. Machen Sie mit.

Erfahrungen gesucht

Sicherheitssysteme kosten Geld. Das investieren Banken nicht ohne Not. Und Betrüger fälschen keine Webseiten und verschicken E-Mails, wenn sie dabei nicht auf fette Beute hoffen könnten. Von Millionenschäden wird gemunkelt. Doch die Banken schweigen. Wie groß ist der Schaden durch Betrüger? Die Stiftung Warentest sucht Bankkunden, die Opfer von Betrügern wurden. Wer ist auf eine Phishing-Mail hereingefallen? Wie hat sich die Bank verhalten? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen.
E-Mail: phishing@stiftung-warentest.de
Post: Finanztest, Stichwort „Phishing“, Postfach 30 41 41, 10724 Berlin.

Postbank mit neuem System

Die Postbank startet mit einem neuen Sicherheitssystem. So genannte indizierte Transaktionsnummen (iTAN) sollen das Onlinebanking ab sofort sicherer machen. Beim iTAN-System fragt der Rechner der Postbank den Kunden nach einer bestimmten Transaktionsnummer. Welche Nummer der Rechner abfragt, wird per Zufall ermittelt. Betrüger sollen kaum noch Chancen haben. Selbst wenn sie eine Transaktionsnummer ergaunert haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass eben diese Nummer für eine Buchung funktioniert, ist beim iTAN-Verfahren sehr gering. Nachteil für den Kunden: Er muss beim Onlinebanking alle TAN-Nummern griffbereit haben.

Mobile TAN für unterwegs

Ein Nachteil, den die Postbank offenbar erkannt hat. Neben dem iTAN-Verfahren bietet die Postbank zusätzlich mobile Transaktionsnummern (mTAN) an. Die bekommt der Kunde per SMS aufs Handy. Die mTAN gilt nur für die jeweils aktuelle Transaktion. Das soll vor Missbrauch schützen. Nachteil: Der Kunde benötigt neben dem Rechner auch ein Handy. Die bisherigen Transaktionsnummern (TAN) können übrigens noch aufgebraucht werden. Wer neue TANs anfordert, bekommt automatisch die neuen indizierten Transaktionsnummern. Außerdem bietet die Postbank ab sofort ein persönliches Limit für Onlineüberweisungen an.

Mehr Infos: Datenklau per E-Mail

Dieser Artikel ist hilfreich. 169 Nutzer finden das hilfreich.