Leser­aufruf Arzt­termin Meldung

Viele Kassenpatienten können ein Lied davon singen: Bis sie einen Termin beim Ortho­päden, Neurologen, Radio­logen oder einem anderen Fach­arzt bekommen, vergehen oft Wochen – manchmal sogar Monate. Das will die Bundes­regierung bald ändern: Höchs­tens vier Wochen sollen gesetzlich Kranken­versicherte künftig warten müssen. Aber noch gibt es keine entsprechende Vorschrift. test.de möchte wissen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Schreiben Sie an: arzttermin@stiftung-warentest.de

Ärzte­ver­einigung soll Termin besorgen

Laut Gesetz­entwurf der Bundes­regierung müssen die Kassen­ärzt­lichen Vereinigungen „Termin­service­stellen“ einrichten. Sie sollen dafür sorgen, dass gesetzlich Versicherte inner­halb von höchs­tens vier Wochen einen Sprech­stunden­termin beim Fach­arzt bekommen. In der Regel müssen Versicherte dafür eine Über­weisung des Haus­arztes haben. Nur für einen Termin beim Augen­arzt oder beim Frauen­arzt ist keine Über­weisung notwendig.

Entweder zum Arzt oder ins Kranken­haus

Der Weg zum Fach­arzt darf für den Patienten nicht zu weit sein. Die Entfernung zwischen seinem Wohn­ort und der Fach­arzt­praxis müsse „zumut­bar“ sein, heißt es im Gesetz­entwurf. Dies soll später näher geregelt werden. Kann die Kassen­ärzt­liche Vereinigung dem Patienten nicht inner­halb der vorgeschriebenen vier Wochen einen Fach­arzt­termin verschaffen, muss sie ihm einen ambulanten Behand­lungs­termin im Kranken­haus anbieten. Der Gesetz­entwurf der Bundes­regierung wird nun vom Bundes­tag beraten. Einen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Somit ist auch noch nicht sicher, wann das Gesetz in Kraft treten wird.

Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen

Hatten Sie schon einmal Schwierig­keiten, zeit­nah einen Termin beim Fach­arzt zu bekommen? Haben Sie Ihre Krankenkasse schon einmal um Hilfe gebeten, als Sie dringend einen Fach­arzt-Termin brauchten? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen! Schreiben Sie eine Mail an arzttermin@stiftung-warentest.de. Ihre Angaben werden selbst­verständlich vertraulich behandelt. Die Ergeb­nisse des Leser­aufrufs fließen in künftige Veröffent­lichungen der Stiftung Warentest ein.

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