Europäischer Referenzrahmen: Anfänger oder doch schon Profi?

Wer das eigene Sprachniveau richtig einschätzen kann, vermeidet Frust beim Lernen.

Referenzrahmen: Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen ist oft Grundlage für die Entwicklung von Sprachlehrplänen und Prüfungen in ganz Europa. Außerdem liefert er wichtige Anhaltspunkte für eine Selbsteinschätzung des Lernwilligen. Anhand objek­tiver Kriterien definiert der Referenzrahmen sechs Niveaus beim Sprachenlernen: die elementare Sprachverwendung (A1, A2), die selbstständige (B1, B2) und die kompetente Sprachverwendung (C1, C2). Die Stufen sind vor allem hinsichtlich verschiedener Fertigkeiten wie Hör- und Leseverstehen detailliert beschrieben. Eine Übersicht finden Sie zum Beispiel im Internet auf der Seite des Goethe-Ins­­tituts (www.goethe.de/referenzrahmen, unter Inhaltsverzeichnis, Kapitel 3).

Selbst einschätzen: Versuchen Sie Ihre Fähigkeiten anhand des Referenzrahmens möglichst genau einzu­schät­zen, bevor Sie sich für einen Sprachkurs entscheiden. Ansonsten kann es passieren, dass Sie sich schnell über- oder unterfordert fühlen. Das führt zu Frustration beim Lernen, und dann hilft auch das beste Programm nicht weiter.

Einstufungstest: Falls Sie Ihre ­Fähigkeiten nur schwer einschätzen können, lohnt sich ein Einstufungstest. Digital publishing bietet nach eigenen Angaben eine vom Sprachkurs unab­hängige CD-Rom mit Einstufungstest an, die Sie sich kostenlos beim Händler besorgen können. Die Einstufung, die manche Hersteller mit dem Sprachkurs anbieten, kommt zu spät. Schließlich ist das Programm dann bereits gekauft.

Schule: Wenn Ihnen Ihr Können gänzlich unklar ist, ist vielleicht ein Kurs an einer Sprachenschule das Richtige: Eine Einstufung ist hier gang und gäbe.

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