Lernprogramme für Wirtschaftsenglisch Test

Sprachübungen am PC machen fit in Wirtschaftsenglisch.

Mit dem Geschäftspartner in New York verhandeln, eine E-Mail nach London schreiben – Englisch im Job ist heute ein Muss. Wer seine Kenntnisse schnell und bequem auffrischen möchte, greift zu Selbstlernprogrammen am PC. Spezielle Kurse für Wirtschaftsenglisch sollen trainieren, was man im Job braucht: fehlerfreies Schreiben und flüssiges Sprechen für Präsentationen und Meetings.

Die Vorteile dieser Lernmethode: Der Lernende bestimmt selbst, wann, wo und wie er lernt. Mit dem Notebook ist das sogar im Park oder im Café möglich.

Einzige Voraussetzung: ein Headset. Die Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon ist für Dialogübungen unerlässlich.

Allein mit dem Computer fällt das Sprechen leichter. Denn keiner lacht, wenn es bei der Aussprache hapert. Das Programm fordert geduldig zum zweiten Versuch auf.

Nichts für Anfänger

Wir haben zehn Softwarepakete getestet und sie nach dem Sprachniveau sortiert, das die Anbieter angeben. Für Menschen ohne Englischkenntnisse sind die Kurse in der Regel nicht geeignet, schließlich ist das Ziel fast aller das Fortgeschrittenenniveau.

Bei der Einstufung orientieren sich die meisten Anbieter am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, kurz GER. Er soll Sprachkenntnisse in allen Sprachen vergleichbar machen und unterscheidet drei Niveaus in zwei Stufen: elementar (A1, A2), selbstständig (B1, B2) und kompetent (C1, C2). Mit den Programmen im Test kann man sich um maximal eine ganze Stufe verbessern.

Ein rundum gutes Programm ist „Tell me more“ von Auralog. Gute Texte und interkulturelle Informationen sowie eine große Themenvielfalt lassen Lernende mit verschiedenen Interessen auf ihre Kosten kommen. Das Softwarepaket für 250 Arbeitsstunden zum Preis von rund 100 Euro richtet sich an Fortgeschrittene.

Das ebenfalls empfehlenswerte Klett-Produkt ist mit 40 Euro günstiger, entgegen der Verpackungsinformation eignet es sich aber nicht für Anfänger.

Die meisten Hersteller gehen offenbar davon aus, dass die Nutzer das Erlernte vor allem mündlich anwenden. Die Programme trainieren vor allem Hörverstehen und Sprechen, auch die Produkte von Klett und Auralog.

Leseverstehen und Schreiben kommen oft zu kurz. Geht es im Job nicht nur um Telefonate, sondern auch ums Schreiben, wird dieses Training nicht genügen.

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