Lernportale Test

Eng­lisch lernen mit Sprach­schülern aus aller Welt – Online-Lernportale machen’s möglich: Sie bieten virtuelle Lektionen und den Austausch mit der Gemeinschaft der Lerner. Das funk­tioniert fast wie bei Facebook: Die Nutzer freunden sich an und lernen miteinander, etwa in Chats. Aber nicht jedes der fünf Portale im Test kann mit dem Unter­richt in einem Sprach­kurs mithalten, wo der Schüler einem „echten“ Lehrer gegen­über­sitzt. Neben Lernportalen gibt es auch viele Lern-Communitys – die Stiftung Warentest stellt sieben davon vor.

Den Wort­schatz trainieren und Lust am Lernen bekommen

Die Stärken des Testsiegers EF Eng­lishtown: Gut konzipierte Kurse, Lern­videos mit Mutter­sprach­lern, die auf alltags­nahes Eng­lisch setzen, und Unter­richt im virtuellen Klassen­zimmer. Andere Portale schneiden inhalt­lich und didaktisch zum Teil deutlich schlechter ab, haben aber durch­aus auch Stärken – zum Beispiel in Sachen Wort­schatz­training oder Lernmotivation. Ein Anbieter – Babbel – punktet beim Thema Vokabeln etwa mit einem Wieder­holmanager, der die Begriffe in regel­mäßigen Abständen abfragt. Ein anderer – Busuu.com – hält die Sprach­schüler besonders kreativ bei Laune: Lern­fort­schritte zeigen sich dort in einem symbolischen Sprach­garten, der mit bestandenen Tests weiter wächst und gedeiht. Das moti­viert und macht Lust auf mehr.

Hinweis: Der Test Lernportale ist der erste Teil der Serie Eng­lisch lernen. Alle drei Tests hat test.de im Themenpaket Englisch lernen zusammengefasst. Das Themenpaket ist für 3,00 Euro erhältlich.

So wird das „Learning by chatting“ effektiv

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Damit das „Learning by chatting“ aber wirk­lich etwas bringt, ist einiges zu beachten. Dafür, wie gut man von- und miteinander lernt, ist zum Beispiel die Größe der Community entscheidend: Je mehr Mitglieder das Portal hat, umso lebendiger kann sich der gegen­seitige Austausch gestalten – voraus­gesetzt die Chats und Foren werden rege genutzt. Es braucht vielleicht etwas Geduld, bis der richtige Lern­partner gefunden ist: Das Duo muss schließ­lich auf gleichem Lern­niveau sein und in etwa die gleichen Lernziele verfolgen. Über die muss sich der Online-Lerner vorab unbe­dingt Gedanken machen. Wichtig ist auch, dass die Community gut in das Lernportal integriert ist und sinn­voll angeleitet wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Sprach­studenten in jedem Übungs­abschnitt gegen­seitig kleine Schreib­aufgaben korrigieren müssen.

Online-Sprach­kurse sind günstig und flexibel

Auch wenn sie einen Kurs­besuch nicht unbe­dingt ersetzen, eine sinn­volle Ergän­zung zu anderen Lern­methoden sind die Portale also allemal. Sie sind zudem günstig – Monats­abos kosten zwischen 10 und 49 Euro – und flexibel: Die Lektionen stehen rund um die Uhr an allen Orten mit Internet­zugang zur Verfügung. Noch dazu locken Freund­schaften mit Menschen rund um den Erdball. Die Lernportale sind für erwachsene Sprach­schüler geeignet, die sich beim Lernen gut selbst organisieren können und eine Affinität zu sozialen Netz­werken haben. Vor dem Abschluss eines Monats­abos gilt: Probieren geht über studieren. Die Empfehlung der Weiterbildungs­experten der Stiftung Warentest ist daher: Nutzen Sie die Möglich­keit, in kostenlosen Übungen „probelernen“ zu können und sehen Sie sich die einführenden Erklärungen des Portals genau an. So finden Sie heraus, welches Angebot für Sie das richtige ist.

Gemein­sam lernen

Im Mitmachweb finden sich weitere Angebote, Fremd­sprachen gemein­sam zu lernen. Sieben solcher sogenannter Communitys hat sich die Stiftung Warentest angesehen. Diese Portale stellen den Nutzern Möglich­keiten zur Verfügung, sich über bestimmte Themen auszutauschen. Das ist zum Beispiel auf Palabea der Fall. Oft können die User Lern­inhalte auch selbst ins Netz stellen, etwa bei Unilang. Wichtigstes Ziel der Communitys ist es, die Lerner miteinander in Kontakt zu bringen. Didaktisch durch­konzipierte Sprach­kurse sucht man bei den Communitys daher meist vergeblich. Wenn es sie gibt, ist ihr oft Umfang gering. Zum gezielten Sprach­studium taugen diese Gemeinschaften daher eher nicht. Sie sind inhalt­lich zudem schwer miteinander vergleich­bar. Daher hat die Stiftung Warentest keine Qualitäts­urteile vergeben, stellt die Portale aber in Kurz­porträts vor.

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