Lernen und Arbeiten im Ausland Meldung

Ein Schuljahr in den USA, ein Praktikum in Frankreich oder ein Ferienjob in Italien: Immer mehr Jugendliche und Erwachsene interessieren sich für einen Aufenthalt im Ausland. Ob kurz oder lang: Der Trip in die Ferne bringt Anregungen, Erfahrungen und neue Freunde. Für viele Menschen ist das Lernen und Arbeiten im Ausland ein Stück Orientierung auf dem eigenen Weg. Doch es gibt auch Stolpersteine. test online zeigt wichtige Infoquellen im Netz.

Topziel USA

Jahr für Jahr verbringen etwa 14.000 deutsche Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr im Ausland. 10.000 davon zieht es alljährlich in die USA. Besonders beliebt sind die Sonnenstaaten Florida und Kalifornien. Einige Vermittler nutzen das und kassieren von den Schülern Provisionen für die Vermittlung in diese Bundestaaten. Ein Schuljahr in den USA ist ohnehin nicht billig: Etwa 6.000 Euro für Flug, Unterkunft und Verpflegung. Dazu kommen noch Taschengeld und Extraausgaben für Telefon und Reisen innerhalb des Landes.

Offen rangehen

Viele Veranstalter haben Schwierigkeiten, passende Gastfamilien für die Austauschschüler zu finden. „Wer offen rangeht, und sich nicht von vornherein auf eine Traumregion festlegt, hat bessere Chancen“, sagt Sylvia Schill, Mitautorin des Buches „Ein Schuljahr in den USA“. Die Reise sollte gut vorbereitet werden, sonst kann der Trip ins Ausland zum Desaster werden. Hauptproblem: Viele Austauschschüler werden erst in letzter Minute in eine Gastfamilie vermittelt. Da lässt sich vorher kein Kontakt herstellen. Keine Zeit zum Kennenlernen. Die Folge: 25 bis 30 Prozent der Schüler wechseln die Gastfamilie während ihres Aufenthalts.

Viele Alternativen

Der Schüleraustausch mit den USA hat seine Wurzeln in den fünfziger Jahren. Heute gibt es eine Menge Alternativen: Australien, Neuseeland, Kanada, England, Frankreich und Irland sind starke Austauschländer. Im Programm einiger Anbieter finden sich aber auch Brasilien, China, Ecuador, Uruguay und Mexiko. Infos und Erfahrungsberichte gibts bei schueleraustausch.de, austauschjahr.de und exchangees.de. Der Internationale Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V. bietet drei Datenbanken zum Thema Jugendbegegnungen in Deutschland, Europa und Übersee. Ob Au pair, Ferientreffen, Studienreisen, Sprachkurse oder Workcamps: Hier findet Ihr die Adressen der Veranstalter.

Arbeiten im Ausland

Es muss nicht immer Schule sein: Wie wärs mit einem Job als Kleinbusfahrer im Ferienzentrum von San Felice Circeo in Mittelitalien? Oder ein Praktikum in einer Kinderkrippe in der Bretagne? Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt solche Jobs und Praktika im Ausland. Das Angebot richtet sich an Studenten, Abiturienten und andere junge Leute, die an Auslandserfahrungen interessiert sind. Die Arbeitsagentur koopereriert mit Wirtschafts- und Touristikunternehmen und mit den Behörden verschiedener Länder. Dazu gehören beispielsweise die Walt Disney World Corporation in Florida und die Arbeitsverwaltung in Finnland.

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