Die Lenz Immobilienhandel AG in Würzburg darf für ihre Unternehmensbeteiligungen keine feste Verzinsung von 6 Prozent mehr versprechen. Das hat ihr das Oberlandesgericht (OLG) Bamberg untersagt (Az. 3 U 212/00, nicht rechtskräftig).

Die Werbung erweckt nach Ansicht der Richter bei vielen Anlegern den irreführenden Eindruck, dass es sich um eine Kapitalanlage mit fester Verzinsung handele. Tatsächlich erreiche die Geldanlage aber die Sicherheit festverzinslicher Wertpapiere bei weitem nicht. Die Lenz AG gehöre laut Prospekt eher zu der Art von Anlagegesellschaften, von denen im Laufe der Jahre schon viele in Konkurs gegangen seien und die dadurch bei Anlegern Schäden verursacht hätten, urteilte das OLG Bamberg.

Wie mehrfach berichtet, handelt es sich bei den Angeboten der zur Euro-Gruppe gehörenden Lenz AG um riskante Unternehmensbeteiligungen. Anleger können sich mit monatlichen Ratenzahlungen oder mit einer Einmalanlage für viele Jahre beteiligen. Sie werden als atypisch stille Gesellschafter aber nicht nur am Gewinn, sondern auch an möglichen Verlusten der Firma beteiligt.

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