Die Lenz Immobilienhandel AG darf in Zukunft nicht mehr mit sicheren Renditen werben. Der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) hat vor dem Bundesgerichtshof einen Sieg über die Firma aus Würzburg errungen (Az. I ZR 252/01). Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass die Werbung für eine Kapitalanlage unzulässig ist, wenn sie den Anleger durch Angabe einer angeblich sicheren Rendite irreführt.

Die Lenz Immobilienhandel AG bietet Anlegern atypisch stille Beteiligungen an. In den Jahren 1999 und 2000 verwendete sie einen Emissionsprospekt, der Anlegern eine Mindestverzinsung von 6 Prozent im Jahr zusicherte, unabhängig vom erwirtschafteten Ertrag. Das Gericht kam aber zu der Erkenntnis, dass das Unternehmen die versprochene Sicherheit der Geldanlage nicht bieten kann. Auch die warnenden Hinweise an anderer Stelle im Prospekt änderten nichts an der Irreführung durch diese Werbung.

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