Lenovo IBM ruft Thinkpad-Akkus zurück Meldung

Schon wieder: ein Rückruf für Notebook-Akkus. Betroffen sind diesmal allerdings nicht Akkus von Sony, sondern solche von Sanyo. Der chinesische Computerhersteller Lenovo ruft die Akkus aus 208 000 von zwischen November 2005 und Februar 2007 verkauften Notebooks der Marke Thinkpad zurück. Die Akkus können nach einem Sturz auf den Boden überhitzen und im Extremfall einen Brand auslösen. test.de sagt, wie Sie herausfinden, ob Ihr Notebook betroffen ist.

Kostenloser Austausch

Vom Umtausch betroffen sind nur Akkus mit der Teilenummer FRU P/N 92P1131. Sie enthalten neun Zellen. Kleinere Akkus mit nur sechs Zellen sind nach Angaben von Lenovo einwandfrei. Vom Rückruf betroffene Akkus tauscht Lenovo kostenlos aus. Über Details informiert das Unternehmen auf einer speziellen Internetseite. Besitzer von Thinkpad-Akkus können anhand des Strichcodes überprüfen, ob ihr Akku vom Rückruf betroffen ist. Fragen zur Rückrufaktion beantwortet Lenovo außerdem unter 0 180 5/25 35 58. Betroffene Kunden erhalten einen neuen Akku und eine frankierte und adressierte Verpackung, um den alten zurückzuschicken. Laut Lenovo kann das allerdings bis zu vier Wochen dauern.

Sturz mit Folgen

Nach Informationen der US-amerikanischen Consumer Report Commission weisen die Akkus nicht wie bei vielen früheren Rückrufaktionen einen internen Defekt auf. Sie können aber überhitzen, wenn die Ecke der Akkus einem Schlag ausgesetzt ist. Gefahr bestehe vor allem, wenn der Akku oder das Notebook zu Boden fällt. Bislang seien vier Fälle dokumentiert.

Auch Händler in der Pflicht

Wer ein vom Rückruf betroffenen Notebookakku hat, kann bis zu zwei Jahre nach dem Kauf auch vom Verkäufer Lieferung eines einwandfreien Akkus verlangen und braucht sich nicht auf das Austauschprogramm des Notebookherstellers verweisen zu lassen. Wenn durch die fehlerhaften Akkus ein Schaden am sonstigen Eigentum entsteht oder jemand verletzt wird, haftet der Hersteller auf Schadensersatz. Für Sachschäden gilt ein Selbstbehalt von 500 Euro. Bei Verletzungen haben Betroffene Anspruch auf Ersatz der Behandlungskosten und Verdienstausfall sowie auf ein Schmerzensgeld.

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