Förderprogramme der Länder – Geld vom Land

Weiterbildung finanzieren Special

Die verschieden­farbigen Symbole dienen als Wegweiser durch unseren Leitfaden. So erkennen Sie auf einen Blick, ob der jeweilige Fördertopf für Sie interes­sant ist.

Viele Bundes­länder beteiligen sich an den Kosten für berufliche Weiterbildungen. Um eine Finanz­spritze zu bekommen, müssen Bildungs­hung­rige entweder im jeweiligen Bundes­land wohnen oder dort arbeiten.

Brandenburg: Bildungs­scheck

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Mit dem Bildungs­scheck bezu­schusst das Land Weiterbildungen von Arbeitnehmern, die ihren Haupt­wohn­sitz in Brandenburg haben. Auch befristet Beschäftigte des öffent­lichen Dienstes können den Bildungs­scheck nutzen.

Was wird gefördert? Der Bildungs­scheck gilt für berufliche Weiterbildungen inklusive Prüfungs­gebühren. Nicht förderfähig sind dagegen Qualifizierungen, die zu einem Berufsab­schluss führen – es sei denn, der Antrag­steller weist nach, dass er von einer Förderung nach dem Aufstiegs­fortbildungs­förderungs­gesetz (AFBG), auch Aufstiegs-Bafög genannt (siehe Glossar), ausgeschlossen ist. In diesem Fall kommen auch berufs­begleitende oder post­graduale Studien­gänge sowie Aufstiegs­fort­bildungen im Sinne des AFBG infrage.

Wie wird gefördert? Es gibt Zuschüsse von bis zu 50 Prozent zu den Kosten der Weiterbildung, die übrigen 50 Prozent sind vom Teilnehmer selbst zu tragen. Pro Antrag sind maximal 3 000 Euro Zuschuss möglich. Allerdings muss der Kurs inklusive Prüfungs­gebühren mindestens 1 000 Euro kosten. Eine Förderung mit dem Bildungs­scheck ist einmal im Jahr möglich.

Wer ist Ansprech­partner? Anträge sind über das Kundenportal der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zu stellen, und zwar vor Beginn der Weiterbildung. Der jeweilige Kurs darf erst nach der Förderzusage der ILB gebucht werden. Die ILB lässt sich auch über das Infotelefon Arbeit unter 03 31/6 60 22 00 kontaktieren.

Bremen: Weiterbildungs­scheck

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Der Bremer Weiterbildungs­scheck fördert an- und ungelernte Arbeitnehmer, deren zu versteuerndes Einkommen maximal 20 000 Euro beträgt (bei gemein­sam Veranlagten 40 000 Euro). Darüber hinaus werden Arbeits­lose gefördert sowie Personen, die keine Ausbildung, aber mehr­jährige Berufs­erfahrung haben und nach­träglich einen Berufs­abschluss erwerben wollen. Antrag­steller müssen ihren Haupt­wohn­sitz in Bremen haben.

Was wird gefördert? Den Weiterbildungs­scheck gibt es für berufliche Weiterbildungen und für Qualifizierungen, die zu einem Berufs­abschluss führen.

Wie wird gefördert? An- und ungelernte Beschäftigte erhalten für eine berufliche Weiterbildung 500 Euro. Dabei muss der Kurs mindestens 1 000 Euro kosten. Bei Arbeits­losen deckt der Weiterbildungs­scheck die Hälfte der Kurs­kosten ab, maximal aber 500 Euro. Die Weiterbildung darf hier nicht mehr als 1 000 Euro kosten. Für Maßnahmen, die zum Berufs­abschluss führen, können höhere Fördersummen bewil­ligt werden, die individuell fest­gelegt werden.

Wer ist Ansprech­partner? Der Weiterbildungs­scheck ist nach einer persönlichen Beratung in zentralen Anlauf­stellen erhältlich. Ansprech­partner finden sich auf der Webseite der Stadt Bremen.

Hamburg: Weiterbildungs­bonus 2020

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Mit dem Hamburger Weiterbildungs­bonus 2020 werden Arbeitnehmer in kleinen und mitt­leren Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern gefördert. Beantragen können ihn außerdem Selbst­ständige, Existenz­gründer, Auszubildende, Gering­qualifizierte, Aufstocker und Arbeitnehmer, die nach dem „Hamburger Modell“ (siehe Glossar) beschäftigt sind. Weitere Ziel­gruppen sind Arbeitnehmer und Selbst­ständige der Kreativ­wirt­schaft und des Hamburger Handwerks. Antrag­steller müssen in Hamburg leben oder arbeiten.

Was wird gefördert? Die Förderung ist für berufliche Weiterbildungen und Qualifizierungen zu verwenden.

Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe gibt es Zuschüsse von 50 bis 100 Prozent, maximal aber 2 000 Euro. Antrag­steller müssen sich gegebenenfalls an den Kosten beteiligen.

Wer ist Ansprech­partner? Der Hamburger Weiterbildungs­bonus ist vor Beginn eines Kurses zu beantragen, und zwar bei zwei P Plan: Personal, Haferweg 46, 22769 Hamburg, Tel. 0 40/28 40 78 30. Weitere Informationen finden Interes­sierte unter www.weiterbildungsbonus.net.

Hessen: Qualifizierungs­scheck

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Der Schwer­punkt in Hessen liegt auf dem Thema Nach­qualifizierung. Den Qualifizierungs­scheck erhalten deshalb Arbeitnehmer, die keinen Berufs­abschluss haben oder eine Tätig­keit ausüben, für die sie keinen Abschluss haben. Der Abschluss in einem früheren Beruf muss dann aber mehr als vier Jahre her sein. Antrag­steller müssen mindestens 27 Jahre alt sein und den Haupt­wohn­sitz in Hessen haben.

Was wird gefördert? Berufliche Weiterbildungen, die mehr als 1 000 Euro kosten und zu einem Berufs­abschluss führen. Der Kurs muss bei einem zertifizierten Bildungs­anbieter statt­finden.

Wie wird gefördert? Mit dem Qualifizierungs­scheck werden nach einer Beratung bei der Initiative ProAbschluss 50 Prozent der Teil­nahme- und gegebenenfalls auch der Prüfungs­gebühren über­nommen, maximal aber 4 000 Euro. Die übrigen 50 Prozent sind vom Antrag­steller selbst oder von seinem Arbeit­geber zu tragen.

Wer ist Ansprech­partner? Zuständig ist der Verein Weiterbildung Hessen. Er stellt den Qualifizierungs­scheck aus – nach einer kostenlosen Beratung bei einem Bildung­scoach, der auf Wunsch auch ins Unternehmen des Antrag­stel­lers kommt, oder in einem so genannten Bildungs­point. Adressen und weitere Informationen finden Interes­sierte unter www.proabschluss.de.

Nord­rhein-West­falen: Bildungs­scheck

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Der Bildungs­scheck kommt für Arbeitnehmer in Betrieben mit höchs­tens 249 Mitarbeitern infrage, deren zu versteuerndes Jahres­einkommen 30 000 Euro (gemein­sam Veranlagte: 60 000 Euro) nicht über­steigt. Sie müssen bestimmte Kriterien erfüllen: etwa keinen Berufs­abschluss haben oder befristet, gering­fügig beziehungs­weise als Zeit­arbeiter beschäftigt sein. Wer an- oder ungelernt ist oder älter als 50 oder zuge­wandert, kann ebenfalls einen Bildungs­scheck bekommen. Unter bestimmten Bedingungen gilt das auch für Berufs­rück­kehrer. Antrag­steller müssen in Nord­rhein-West­falen leben oder arbeiten.

Was wird gefördert? Der Bildungs­scheck ist für Weiterbildungen mit engem Bezug zum Beruf des Antrag­stel­lers erhältlich. Möglich sind fachliche, aber auch fach­über­greifende Qualifizierungen, etwa um soziale und metho­dische Kompetenzen auszubauen. Nicht förderfähig sind arbeits­platz­bezogene Anpassungs­qualifizierungen wie Schu­lungen an Maschinen.

Wie wird gefördert? Der Bildungs­scheck wird nach einer Beratung in einer der Be­ratungs­stellen des Landes ausgestellt. Er deckt 50 Prozent der Kurs- und Prüfungs­gebühren ab, maximal aber 500 Euro. Ausgaben für Lehr­mate­rial, Fahrten zum Kurs­ort, Unterbringung und Verpflegung muss jeder aus eigener Tasche bezahlen. Der Bildungs­scheck kann alle zwei Kalender­jahre beantragt werden.

Wer ist Ansprech­partner? Interes­sierte wenden sich an eine auto­risierte Beratungs­stelle, im Internet zu finden unter www.weiterbildungsberatung.nrw. Informationen erteilt auch das Infotelefon berufliche Weiterbildung in Nord­rhein-West­falen unter der Rufnummer 02 11/8 37 19 29.

Rhein­land-Pfalz: QualiSch­eck

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Der QualiSch­eck fördert Arbeit­nehmer, deren zu versteuerndes Jahres­einkommen sich auf mehr als 20 000 Euro (gemein­sam Veranlagte: 40 000 Euro) beläuft. Beschäftigte mit geringerem Verdienst werden nur gefördert, wenn die Weiterbildung mehr als 1 000 Euro inklusive Mehr­wert­steuer kostet. Der Haupt­wohn­sitz des Antrag­stel­lers muss in Rhein­land-Pfalz liegen.

Was wird gefördert? Der QualiSch­eck gilt für berufliche Weiterbildungen, die Fach-, Methoden- oder Sozial­kompetenzen vermitteln und mindestens 100 Euro kosten.

Wie wird gefördert? Es werden 60 Prozent der Kurs­kosten (Lehr­gangs- und Prü­­fungs­gebühren) erstattet, maximal jedoch 600 Euro. Kosten für Lehr­material, Fahrten zum Kurs­ort, Unterbringung und Verpflegung sind nicht förderfähig. Der Quali-Scheck ist einmal pro Jahr erhältlich.

Wer ist Ansprech­partner? Der QualiSch­eck ist beim Landes­amt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz zu beantragen – und zwar spätestens zwei Monate vor Beginn der Weiterbildung. Antrags­formulare sind unter www.qualischeck.rlp.de (-> „Wichtige Antrags­unterlagen“) abruf­bar oder lassen sich unter der Rufnummer 08 00/5 88 84 32 anfordern. Wichtig: Die Anmeldung zur Weiterbildung ist erst nach Erhalt des QualiSch­ecks zulässig. Der Zuschuss zu den Kosten wird nach Abschluss des Kurses erstattet.

Sachsen: Weiterbildungs­scheck

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Der Weiterbildungs­scheck individuell richtet sich an Arbeitnehmer, an Auszubildende und Berufs­fach­schüler über 18 Jahre, an gering­fügig Beschäftigte, die bis zu 450 Euro im Monat verdienen, an Berufs­rück­kehrer und Wieder­einsteiger, die arbeitslos oder -suchend gemeldet sind, und an Arbeits­lose, die keine Leistungen der Arbeits­agentur beziehen. Unter bestimmten Bedingungen sind auch Arbeitnehmer im öffent­lichen Dienst förderfähig. Der Haupt­wohn­sitz des Antrag­stel­lers muss in Sachsen liegen.

Was wird gefördert? Es gibt Zuschüsse zu beruflichen Weiterbildungen, die bei externen Bildungs­dienst­leistern statt­finden müssen.

Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe werden 50 bis 80 Prozent der Kurs­kosten inklusive Prüfungs­gebühren über­nommen. Den Rest muss der Antrag­steller aus eigener Tasche bezahlen. Auch Kosten für Fahrten zum Kursort und die Unterbringung muss jeder selbst tragen. Bei Arbeitnehmern müssen die förderfähigen Kosten mindestens 1 000 Euro betragen, bei den anderen Personen­gruppen mindestens 300 Euro.

Wer ist Ansprech­partner? Anträge sind vor einer verbindlichen Anmeldung zur Weiterbildung bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank einzurei­chen. Antrags­formulare gibt es auf der Website der Sächsischen Aufbau Bank (SAB). Da die Auswahl der Weiterbildung nach Kriterien der Wirt­schaftlich­keit erfolgt, müssen Interes­senten ihrem Antrag mindestens drei inhalt­lich und preislich miteinander vergleich­bare Angebote von Bildungsan­bietern beifügen.

Sachsen-Anhalt: Weiterbildung direkt

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Das Programm richtet sich an Arbeitnehmer mit einem durch­schnittlichen monatlichen Brutto­gehalt unter 4 575 Euro, an Arbeits­lose, die keinen Anspruch auf Arbeits­losengeld haben. Auch Berufs­rück­kehrer werden gefördert. Kandidaten müssen ihren Haupt­wohn­sitz in Sachsen-Anhalt haben. Weitere Zielgruppe: Auszubildende in Betrieben und Schüler über 18 Jahre, die eine Ausbildung an einer Berufs­fach­schule machen. Ausbildungs­betrieb bzw. Berufs­fach­schule müssen in Sachsen-Anhalt liegen.

Was wird gefördert? Arbeitnehmer und Arbeits­lose, die keine Leistungen von Arbeits­agentur oder Jobcenter beziehen, erhalten Zuschüsse für berufliche Weiterbildungen, weiterbildende Studien­gänge, Supervision und Coachings, wenn diese mehr als 1 000 Euro kosten. Azubis und Berufs­fach­schüler bekommen Finanz­spritzen für Kurse, die mindestens 500 Euro kosten und Zusatz­qualifikationen vermitteln, die über die Ausbildung hinaus­gehend, wie Sprach- und IT-Kurse.

Wie wird gefördert? Abhängig unter anderem vom Brutto­gehalt des Antrag­stel­lers werden 60 bis 90 Prozent der Ausgaben für die Weiterbildung über­nommen, darunter auch Kosten für Fahrten zum Kursort, für Über­nachtungen und Kinder­betreuung. Bei Auszubildenden und Berufs­fach­schülern ist der Zuschuss auf bis zu 3 000 Euro, bei den übrigen Ziel­gruppen auf bis zu 25 000 Euro begrenzt. Die Weiterbildung kann bis zu vier Jahre dauern.

Wer ist Ansprech­partner? Anträge sind bis sechs Wochen vor Kurs­beginn bei der Investitions­bank Sachsen-Anhalt zu stellen. Antrags­formulare gibt es auf der Website der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Fragen zum Programm und zur Antrag­stellung beant­wortet die kostenlose Hotline unter 08 00/5 60 07 57.

Schleswig-Holstein: Weiterbildungs­bonus

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Den Weiterbildungs­bonus können Auszubildende und Arbeitnehmer – inklusive Aufstocker – beantragen, die in Schleswig-Holstein arbeiten oder wohnen. Von der Förderung profitieren auch Inhaber von Kleinst­betrieben und Freiberufler, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen.

Was wird gefördert? Den Weiterbildungs­bonus gibt es für berufliche Weiterbildungen, die mindestens 16 und maximal 400 Zeitstunden umfassen. Infrage kommen auch Online­kurse und Fern­lehr­gänge, die durch die Staatliche Zentral­stelle für Fern­unter­richt akkreditiert sind (siehe Glossar), sowie wissenschaftliche Weiterbildungen an Hoch­schulen, zum Beispiel einzelne Module eines Studien­gangs. Ein Voll­zeitstudium wird jedoch nicht gefördert. Bei Auszubildenden muss der geplante Kurs Inhalte vermitteln, die in der Ausbildung nicht behandelt werden.

Wie wird gefördert? Bis zu 50 Prozent der Kurs­kosten können über­nommen werden, maximal jedoch 2 000 Euro. Die übrigen 50 Prozent sind vom Arbeit­geber zu zahlen. Weitere Bedingung: Die förderfähigen Kurs­kosten, zu denen auch Gebühren für Prüfungen und Lehr­material zählen, müssen mindestens 160 Euro betragen. Kosten für Reisen zum Kursort und für die Unterbringung sind nicht förderfähig.

Wer ist Ansprech­partner? Anträge sind vor Beginn der Weiterbildung bei der Investitions­bank Schleswig-Holstein zu stellen. Antrags­formulare sind auf der Website der Investitionsbank Schleswig-Holstein abruf­bar.

Thüringen: Weiterbildungs­scheck

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Den Weiterbildungs­scheck erhalten Arbeitnehmer in Thüringer Unternehmen. Ihr zu versteuerndes Jahres­einkommen muss zwischen 20 000 und 40 000 Euro liegen (bei gemein­sam Veranlagten zwischen 40 000 und 80 000 Euro).

Was wird gefördert? Weiterbildungen, die Kennt­nisse, Fähig­keiten oder Fertigkeiten für den Beruf vermitteln und bei einem Bildungs­institut statt­finden.

Wie wird gefördert? Es gibt einen Zuschuss zu der Weiterbildung von bis zu 1 000 Euro. Der Weiterbildungs­scheck ist alle zwei Kalender­jahre erhältlich.

Wer ist Ansprech­partner? Anträge sind bei der Gesell­schaft für Arbeits- und Wirt­schafts­förderung des Frei­staats Thüringen zu stellen, und zwar vor Buchung des Kurses. Antrags­formulare sind auf der Website www.gfaw-thueringen.de zu finden. Der Zuschuss wird nach Beendigung der Weiterbildung und Prüfung des Verwendungs­nach­weises ausgezahlt.

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