Arbeiten auf der Leiter: Keine Akrobatik

Unten bleiben. Steigen Sie nicht auf eine Leiter, wenn Sie sich unwohl fühlen, bewusstseinstrübende Medikamente genommen oder Alkohol getrunken haben. Vorsicht auch bei Schwindel und Höhenangst.

Prüfen. Prüfen Sie die Leiter vor jedem Gebrauch auf Schäden. Achten Sie vor allem darauf, dass die Verbindungen zwischen Holm und Sprossen intakt sind (Bördelung, Nieten, Schweißnähte). Wichtig sind auch eine funktionierende Spreizsicherung und intakte Plastikfüße. Mustern Sie verschlissene Leitern aus.

Aufstellen. Eine Leiter muss auf ebenem, festem, rutschfreiem Untergrund stehen. Bei Außenarbeiten darf kein starker Wind wehen. Anlegeleitern müssen eine Schräge von 65 bis 75 Grad haben. Bei flacherem Winkel wippen sie, bei steilerem kippen sie nach hinten.

Aufsteigen. Steigen Sie mit Bedacht auf eine Leiter. Tragen Sie rutschfeste, den Fuß fest umschließende Schuhe mit Profilsohle. Steigen Sie stets mit dem Gesicht zu den Sprossen auf und ab. Achten Sie bei Stehleitern auf eine gespannte Spreizsicherung oder eingerastete Plattform.

Nicht turnen. Balanceakte führen oft zu schweren Stürzen. Beugen Sie sich nicht seitlich über die Holme hinaus, Lebensge­fahr! Steigen Sie ab und rücken Sie die Leiter ein Stück weiter. Führen Sie Kabel stets an den Holmen entlang, nicht über Tritte und Standfläche.

Werkzeug. Tragen Sie Werkzeug nah am Körper – in Kitteltaschen, Werkzeuggürteln, Behältern. Achten Sie darauf, dass die Sicht frei bleibt. Tragen Sie keine zu schweren Lasten auf der Leiter.

Absichern. Stellen Sie Leitern nicht verdeckt hinter Türen oder Ecken auf. Sichern sie den Standort ab (Absperrung oder zweite Person).

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