Versicherte, die bei ihrer Kasse einen Antrag auf die Bewil­ligung einer Krankenkassen­leistung stellen, können damit rechnen, dass sie ihnen inner­halb von drei Wochen antwortet. Tut sie das nicht, muss sie die beantragte Leistung über­nehmen. Das hat das Bundes­sozialge­richt entschieden (Az. B 1 KR 25/15).

Der Fall: Ein Versicherter hatte auf Anraten seiner Psycho­login 25 Therapiesit­zungen beantragt. Erst sechs Wochen später schickte ihm seine gesetzliche Kranken­versicherung die Ablehnung.

Weiterer Fehler der Krankenkasse: Sie hatte den Mann nicht darüber informiert, dass sie ein Gutachten beim Medizi­nischen Dienst (MDK) in Auftrag gegeben hatte, ein Gutachter also den Antrag gesondert prüfte. Laut Gesetz muss das eine Kasse aber einem Versicherten mitteilen. Für den Fall, dass ein MDK-Gutachten erforderlich ist, hat die Krankenkasse fünf Wochen Zeit für ihre Antwort.

Nach drei Wochen Warte­zeit hatte der Kläger seine Therapie begonnen und 2 200 Euro selbst bezahlt. Das Geld erstattete ihm die Kasse nach dem Urteil.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.