So haben wir getestet

Im Test: 24 Produkte, davon 3 Halb­fett­butter, 2 Butter­zubereitungen, 1 Milchst­reich­fett, 1 Halb­misch­fett, 16 Misch­streich­fette mit Fett­gehalten von 25 bis 75 Prozent sowie 1 Streich­fett. Darunter 4 Bioprodukte. 6 Produkte sind gesalzen.
Einkauf der Prüf­muster: September und Oktober 2012. Alle Prüf­ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem jeweils angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum.
Preise: Anbieterbefragung im Dezember 2012.

Abwertungen

Hieß es in der sensorischen Beur­teilung oder für die Deklaration ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein. War die Deklaration mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Sensorische Beur­teilung: 40 %

In Anlehnung an Methoden der Amtlichen Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren (ASU) nach Paragraf 64 LFGB beschrieben fünf geschulte Prüf­personen Aussehen, Geruch, Geschmack, Textur und Mund­gefühl der Produkte. Jeder Prüfer verkostete die anonymisierten Proben (10 bis 12° C) unter gleichen Bedingungen. Auffällige Produkte wurden mehr­mals geprüft. Abweichende oder untypische Ausprägungen wurden je nach Art und Intensität als Fehler einge­stuft. Der jeweils erarbeitete Konsens war die Beur­teilungs­basis.

Streich­fähig­keit: 10 %

Leichte Butter und Co. Test

Im Härtetest. Bei manchen Produkten ließ sich der Härtegrad wie bei Butter messen. Andere waren dafür zu weich.

Die Produkte wurden unmittel­bar nach der Entnahme aus dem Kühl­schrank auf Knäckebrot und auf Misch­brot gestrichen. Beur­teilt wurde, ob sich die Brotscheiben gleich­mäßig deckend bestreichen lassen. Wasser­lässig­keit war der am häufigsten beob­achtete Fehler. Außerdem bestimmten wir den Härtegrad/die Streich­fähig­keit, sofern möglich, apparativ – ähnlich wie bei Butter nach ASU-Methode.

Ernährungs­physiologische Beur­teilung: 20 %

Wir bestimmten Trockenmasse und Fett­gehalt in Anlehnung an ASU-Methoden und berechneten den physiologischen Brenn­wert. Die Fett­säure­zusammenset­zung wurde gemäß Methode der Deutschen Gesell­schaft für Fett­wissenschaft (DGF) ermittelt. Auf Basis der D-A-CH-Referenz­werte für die Nähr­stoff­zufuhr bewerteten wir für eine Tages­verzehrs­menge von 20 Gramm die Ausschöpfung der Tages­energiezufuhr, der tolerier­baren Fett­zufuhr, der tolerier­baren Zufuhr an gesättigten Fett­säuren, den Anteil an der empfohlenen Zufuhr für Linolsäure und den für Alpha-Linolensäure.

Schad­stoffe: 5 %

Gemäß ASU-Verfahren prüften wir nied­rigsiedende Halogenkohlen­wasser­stoffe (LCKW). In Anlehnung an DIN/EN-Methoden bzw. ASU-Methode: Arsen, Kupfer, Blei, Nickel und Kadmium. Prüfung auf poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) per GC/MS, auf Mineralöle per LC-GC/FID.

Verpackung: 10 %

Drei Experten prüften Produkt­schutz, Originalitäts­sicherung, Öffnen, Entnehmen, Wieder­verschließen, Materialkenn­zeichnung, Recycling­hinweise.

Deklaration: 15 %

Alle Kenn­zeichnungs- und Aufmachungs­elemente wurden gemäß lebens­mittel­recht­licher Vorgaben über­prüft. Drei Experten prüften darüber hinaus Werbeaussagen, Nähr­wert­angaben, Lagerungs­empfehlungen, Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit. Auch beur­teilt: Angaben auf der Frontseite.

Weitere Unter­suchungen:

In Anlehnung an ASU-Methoden bestimmten wir: pH-Wert, Buttersäure­methylester/Milch­fett, Sterine, Sorbinsäure, Natrium und gegebenenfalls Chlorid zur Kochsalzbe­rechnung sowie Aroma­stoffe bei deklariertem Zusatz. Triglycer­idspektrum: gemäß DGF-Methode. Auf zugesetzte Vitamine: gemäß DIN/EN-Methoden. Mikrobiologische Unter­suchungen: Gesamt­keimzahl, Enterobakterien, Hefen, Schimmelpilze in Anlehnung an ISO-Verfahren; Milchsäurebakterien, Escherichia coli, Salmonellen in Anlehnung an ASU-Verfahren.

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