Lehman-Geschädigte Meldung

Lehman-Opfer müssen aufpassen, wenn sie Ansprüche in den USA anmelden. Ihre Daten werden im Internet veröffentlicht.

Komplette Wertpapierdepots mit Kontonummer und persönlicher Zuordnung stehen frei einsehbar im Internet – das ist normalerweise unvorstellbar. Einigen deutschen Anlegern, die durch die Pleite der US-Bank Lehman Brothers Geld verloren haben, ist aber genau das passiert. Sie haben ihre Ansprüche bei der zuständigen Stelle in den USA angemeldet. Diese hat alle eingereichten Unterlagen im Internet veröffentlicht – darunter detaillierte Informationen über den Finanzstatus der Anleger, die für die Abwicklung der Schadensfälle gar nicht nötig sind.

In den Vereinigten Staaten ist das so üblich. Deutschen Anlegern war das jedoch nicht klar. Viele haben neben sensiblen Depot- und Kontodaten auch Telefonnummern, Beruf und mitunter sogar ihre Gehaltshöhe preisgegeben. Dabei gab es noch gar keinen Grund zu handeln, da bisher keine Anmeldungsfrist gesetzt wurde.

Tipp: Wer Ansprüche geltend macht, sollte nur notwendige Daten weitergeben und sensible Informationen schwärzen. Eine Anleitung gibt der Verbraucherzentrale Bundesverband: PDF-Dokument.

Weitere Informationen erhalten Anleger bei der

Interessengemeinschaft Lehman-Geschädigte
c/o Peter Kyritz
Tel. 0 32 21/2 32 85 47
bankopfer@web.de

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