Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat für die deutsche Lehman-Tochter in Frankfurt den Entschädigungsfall festgestellt. Damit können Bankkunden aus dem Einlagensicherungsfonds ihr Geld zurückerhalten.

Bank schreibt Kunden an

Mit dem festgestellten Enschädigungsfall für das Lehman Brothers Bankhaus in Frankfurt hat die Bafin die Voraussetzungen geschaffen, dass Anleger nun ihr Geld zurück bekommen können. Das sind vor allem Firmen und Institutionen wie Kirchen, Kommunen und Versicherungen. Die deutsche Lehman-Tochter gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken an. Der Einlagensicherungfonds schreibt nun von sich aus im Namen beider Einrichtungen alle betroffenen Anleger an. Private Kunden hatte Lehman-Brothers in Deutschland nicht.

Besitzer von Lehman-Zertifikaten gehen leer aus

Von Entschädigungen ausgenommen sind die Besitzer von Zertifikaten der seit Mitte September zahlungsunfähigen amerikanischen Investmentbank. Für sie bleibt nur die geringe Hoffnung, dass aus der Insolvenzmasse des Instituts etwas übrig bleibt. Anleihen von Lehman gab es in rund 170 Varianten. In Deutschland haben schätzungsweise mehrere zehntausend Menschen in Lehman-Zertifikate investiert. Sie haben zusammen eine Eurosumme in dreistelliger Millionenhöhe angelegt.

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