Der Crash am Aktienmarkt trifft auch Kunden von Lebensversicherungen. Bis zu 30 Prozent der Spargelder dürfen die Gesellschaften in Aktien anlegen. Zwar lag dieser Anteil bei den meisten bisher deutlich darunter, doch einige Versicherer haben ihren Aktienbestand gerade zum ungünstigsten Zeitpunkt im Laufe des Jahres 1999 erhöht ­ im März 2000 begann dann der dramatische Kursverfall. Gewinnbeteiligungen von 6 bis 7 Prozent lassen sich nun selbst dann nicht mehr halten, wenn die "stillen Reserven" aufgelöst werden. So hat die Hannoversche Leben ihre Überschussprognose von 6,75 auf 5 Prozent gekürzt. Zwar bleiben bisher erreichte Überschüsse von Altverträgen unberührt, doch deren künftige Rendite wird schmaler ausfallen. Drastisch verlieren Neuverträ-ge an Attraktivität: Ihre Renditen werden wohl eher bei 5 bis 6 Prozent liegen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 76 Nutzer finden das hilfreich.