Viele Lebensversicherer versprechen ihren Kunden in der Werbung zu hohe Ablaufleistungen für Kapitallebens- und private Rentenversicherungen. Das belegt eine Untersuchung der Fachhochschule Köln und der Kölner Ratingagentur Assekurata. Überprüft wurden die Berechnungen für Prämien im Verhältnis zur prognostizierten Ablaufleistung von 72 Lebensversicherern. Bei Kapitallebensversicherungen versprach ein Drittel der Unternehmen dem Kunden für später zu hohe Ablaufleistungen. Bei privaten Rentenversicherungen waren es sogar über die Hälfte, die ein zu rosiges Bild von der zu erwartenden Rentenleistung malten. Je älter ein Kunde bei Vertragsbeginn war, desto häufiger übertrieben die Unternehmen in ihren Beispielen.

Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) will die Vorgaben nun verschärfen. "Wir stehen kurz davor, klare Regeln für Beispielrechnungen festzusetzen. Bei sehr langen Vertragslaufzeiten sind Beispielrechnungen möglicherweise bald gar nicht mehr zulässig", sagt BAV-Sprecherin Elke Washausen-Richter.

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